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Kamera-Legende und Oscar-Preisträger Vilmos Zsigmond gestorben

Hollywood hat einen Star hinter der Kamera verloren: Der ungarische Kameramann Vilmos Zsigmond ist im Alter von 85 Jahren an Neujahr gestorben. In seiner Karriere arbeitete er mit zahlreichen Regie-Größen zusammen.

Vilmos Zsigmond
Er ist für die Bilder zahlreicher Filmklassiker verantwortlich: Vilmos Zsigmond ist an Neujahr verstorben. /dpa picture

Nach Haskell Wexler muss sich Hollywood von einem weiteren Kamera-Urgestein verabschieden. Seine Karriere begann Vilmos Zsigmond ​in seiner Heimat Ungarn: Dort begleitete er in den 1950er Jahren die Ungarische Revolution mit seiner Kamera. Mit dem Einmarsch der Sowjets verließ Zsigmond für seine Zukunft als Künstler seine Heimat und wanderte in die USA aus.

Es gelang ihm der Hollywood-Durchbruch mit dem Oscar-nominierten Kurzfilm Prelude (1968). Seinen eigenen Stil beschrieb Zsigmond als poetischen Realismus: "Ich will mich nicht damit zufrieden geben, die Realität zu filmen, ich will, dass es mehr als das ist. Mehr Schönheit als Realität."

Mit diesem Stil machte er auf sich aufmerksam. In den 70er konnte er mit Regie-Größen wie Robert Altmann in "McCabe & Mrs Miller", "Spiegelbilder" oder "Der Tod kennt keine Wiederkehr" zusammenarbeiten. Für Brian De Palma drehte er "Schwarzer Engel". Mit Steven Spielberg gelang ihm der Höhepunkt seiner Karriere: Mit "Unheimliche Begegnung der dritten Art" erhielt er einen Oscar.

Zsigmond blieb bis zu seinem Tod ruhelos. Mit Brian de Palma drehte er "Black Dahlia" (2006), mit Woody Allen "Ich sehe den Mann deiner Träume" (2010). Auch in zukünftigen Projekten tauchte immer wieder sein Name auf.

Die Kameramann-Vereinigung "International Cinematographers Guild" huldigt in einem offiziellen Statement dem Schaffen des ungarischen Stars: "Es gibt kein einziges Mitglied der Cinematographers Guild, das nicht von seiner brillanten Arbeit und seiner persönlichen Geschichte beeinflusst wurde. Er wird weiterhin eine Inspiration aller Kameraleute sein."



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