Fernsehen

Umstellung auf DVB-T2 HD: Zahlen für private Sender!

DVB-T2
Ende März wird auf DVB-T2 umgestellt. Dann kosten auch private Sender Geld! BauerStock

Ende März schalten die Fernsehsender von DVB-T auf DVB-T2 um. Wer weiterhin Privatsender empfangen möchte, muss künftig kräftig zahlen – oder ein neues Gerät kaufen.

Bisher galt DVB-T als eine günstige Alternative zu Kabel und Satellit. Doch damit ist bald Schluss: Denn in der Nacht vom 28. auf den 29. März wird schrittweise bis 2019 auf den digitalen Antennenempfang DVB-T2 HD umgestellt. Betroffen sind mehrere Millionen Haushalte, die nicht nur neue Empfangsgeräte benötigen, sondern nun auch für private Sender wie ProSieben oder RTL zur Kasse gebeten werden. Die wichtigesten Fragen beantworten wir euch auch in diesem Artikel.

Wer sich nicht sicher ist, ob er dazu gehört, kann dies auf der Teletextseite 199 der ARD oder von RTL nachlesen oder hat bereits die eingeblendeten Hinweise im TV-Bild gesehen.

 

Private Sender kosten in Zukunft

Doch warum erfolgt die Umstellung überhaupt? Was per Kabel oder Satellit schon lange Alltag ist, wird nun auch für TV-Empfänger per Antennenübertragung möglich: Durch DVB-T2 werden die Programme künftig ausschließlich in HD-Auflösung übertragen; die Standardauflösung existiert dann nicht mehr. Für die öffentlich-rechtlichen Sender wie ARD oder die Landesrundfunkanstalten entstehen damit keine Kosten, schließlich zahlen die Zuschauer bereits die Rundfunkgebühr.

Anders sieht es allerdings bei privaten Sendern wie ProSieben oder RTL aus. Diese verschlüsseln ihre Programme – und das Entschlüsseln kostet Geld! Das bedeutet also: Jeder, der auch in Zukunft über den digitalen Antennenempfang privates Fernsehen schauen möchte, muss kräftig in die Tasche greifen. 69 Euro im Jahr kostet der Empfang künftig – pro Gerät. Bis zum 1. Juli sollen die Privaten allerdings noch kostenlos ausstrahlen.

 

Geräte nachrüsten für DVB-T2

Das Entschlüsseln ist nur mit einem geeigneten DVB-T2 HD-Empfangsgerät mit Freenet TV-Logo möglich; Fernseher, die einen eingebauten DVB-T2-Empfänger haben, können durch eine CI+-Karte aufgerüstet werden. In der Datenbank der deutschen TV-Plattform ist nachzulesen, welche Geräte einen DVB-T2-Empfänger haben. Deiner ist nicht dabei? Dann brauchst du leider ein neues Fernsehgerät oder einen Receiver...

Wichtig ist: Wer einen neuen Receiver kauft, sollte darauf achten, dass dieser eine eingebaute Verschlüsselung hat oder einen Einschub für CI+-Module, damit das Entschlüsseln überhaupt möglich ist. Erkennbar ist dies am „DVB-T2 HD“-Logo auf der Verpackung. Online bei Freenet TV oder im Handel gibt es den Gutschein zum Freischalten zu kaufen, das wie eine Prepaid-Aufladung funktionieren soll.

 


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