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Ukrainischer Regisseur Oleg Sentsov wird zu 20 Jahren Haft verurteilt!

Trotz monatelanger internationaler Proteste von verschiedenen Institutionen wurde der ukrainische Regisseur Oleg Sentsov aufgrund von Terroranschuldigungen von einem russischen Gericht zu 20 Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist für die weltweite Filmindustrie ein schwerer Schock.

Oleg Sentsov zu 20 Jahren Haft verurteilt
Getty Images

Er konnte sich in seiner wohl schwierigsten Stunde ein Lächeln bei der Urteilsverkündung kaum verkneifen – und dennoch ist das Urteil gegenüber dem ukrainischen Filmemacher Oleg Sentsov und seinem Mitangeklagten Alexander Kolchenko, der zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, für Außenstehende ein absoluter Schlag in die Magengrube. Beide bestritten die Anschuldigung des Militärgerichts, einen Brandanschlag auf ein Kreml-freundliches Parteibüro gelegt zu haben bzw. einen Anschlag auf eine Lenin-Statue geplant zu haben.

Der Filmemacher wurde im Mai letzten Jahres in seinem Zuhause auf der Krim verhaftet und über ein Jahr lang festgehalten. Laut Aussagen der Verteidigung wurden Sentsov und sein Mitangeklagter immer wieder gefoltert, um Beweise für das Militärgericht zu liefern. Der angeklagte Filmemacher war bekannt dafür ein öffentlicher Verfechter der ukrainischen Revolution zu sein und verurteilte die russische Annektierung der Krim aufs Schärfste.

Trotz lautstarker internationaler Proteste, u.a. der europäischen Filmakademie, die in einem Brief an Vladimir Putin die Freilassung des Filmemachers forderte, wurde das harte Urteil dennoch offiziell verkündet. Der Prozess markiert eine weitere, potentielle Eskalationsstufe im Konflikt zwischen der Ukraine und Russland.
 



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