Fernsehen

TV-Show-Kandidaten treffen auf IS

„Go Back To Where You Came From“ - so heißt das neue TV-Format des australischen Tv-Senders SBS. Für die sechs Kandidaten der Show ging es jetzt in die Heimat der Flüchtlinge.

Go Back To Where You Came From
"Go Back To Where Yoou Came From" sollte die Meinung von Anti-Flüchtlings-Bewegern ändern. Doch wirklich funktioniert hat das Ganze leider nicht. / Screenshot/SBS

Die Kandidaten der TV-Show „Go Back To Where You Came From“ waren drei Wochen lang auf der bekannten Einreiseroute unterwegs – allerdings in die andere Richtung. So standen sie schon bald im Getummel zwischen Kämpfenden und Fliehenden. „An einem Punkt waren wir nur noch 800 Meter von der Front entfernt“, erzählt Kandidatin Kim Vuga

Das Besondere an dem TV-Format ist, dass die meisten Kandidaten sich aktiv an einer Anti-Flüchtlings-Bewegung beteiligen. Einige der Kandidaten seien gegen die Aufnahme von Asylsuchenden, einer meint sogar, dass die australische Kultur durch die Aufnahme von zu vielen Flüchtlingen gefährdet sei. Und nun waren sie mitten in dem, wo sie die Flüchtlinge am liebsten lassen würden. „Das Schlimmste war, als wir so nah dran waren und wussten, dass ihre Kugeln uns erreichen könnten. Wir lauschten auf jedes Pfeifen in der Luft, weil das bedeutet, dass eine Mörsergranate abgeschossen wurde.“ 

So richtig fruchten tut das TV-Format bei den Kandidaten allerdings nicht. Vuga selbst würde sich, wenn „ich keine Familie oder zu Hause Verpflichtungen hätte“ den kurdischen Kämpfern anschließen. Die Flüchtlinge bezeichnet sie indirekt als feige, sie müssten sich für das einsetzen, für das sie sich selbst eingesetzt haben, für Freiheit und Demokratie. So hat das Ganze leider nicht das bewirkt, was es eigentlich sollte. 



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