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TV Movie-Interview: Jennifer Lawrence in "Die Tribute von Panem - Catching Fire"

Jennifer Lawrence
Catching Fire

Jennifer Lawrence trägt mit der "Die Tribute von Panem"-Saga ein millionenschweres Kinoprojekt auf ihren Schultern. Aber wie schlägt sich das Landei damit - und hat der Erfolg sie verändert? TV Movie kennt die Antwort.

Ein Oscar-Gewinn stellt das Leben eines Schauspielers auf den Kopf – möchte man meinen. Jennifer Lawrence heimste ihren Goldjungen im Februar für ihre Rolle in "Silver Linings" ein, mit 22. Seitdem fristet die Statue ein unscheinbares Dasein in Kentucky (mehr dazu im Interview). Völlig uneitel meistert Lawrence, Heldin der jungen Hollywood-Generation, auch den Kreischalarm, den sie mit dem Franchise „Die Tribute von Panem“ auslöst. Kaum verwunderlich also, dass sich unser Gespräch mit ihr weniger um die Karriere dreht, als um selbstgemachte Geschenke, unerreichbare Träume – und Pizza.

Mrs. Lawrence, wo steht Ihr Oscar?

Jennifer Lawrence: Bei meinen Eltern in Kentucky. Meine Mutter nahm ihn mit, weil er bei mir nur im Schrank stand. Ich will nicht damit angeben. Wenn meine Freunde vorbeikommen, sollen sie mich normal behandeln. Die Energie des Oscars könnte sie verwirren (lacht).

„Die Tribute von Panem“ hat Sie zum Superstar gemacht – und zum begehrten Ziel für die Paparazzi. war es das wert?

Ich muss gestehen, dass ich es mir nicht so schrecklich vorgestellt habe. Es ist furchtbar, von zehn Männern gejagt zu werden, die vor deiner Tür schlafen, um jeden deiner Schritte zu beobachten.

Kamen mit dem Erfolg auch neue Freunde?

Nein, ich habe immer noch die selben Freunde,  und  die  haben  mit  der  Schauspielerei nichts am Hut. Meine beste Freundin ist jetzt meine Assistentin. Wir wohnen sogar zusammen. Aber wenn ich ihr sage, dass sie die Spülmaschine ausräumen soll, zeigt sie mir einen Vogel (lacht). Das gefällt mir. Ich stehe nicht auf Leute, die mir den Hintern küssen!

Was machen Sie jetzt mit dem ganzen Geld, das Sie verdienen?

Nichts. Ich lebe immer noch in derselben Wohnung und fahre das gleiche Auto. Ich gebe noch nicht mal Geld für Kleidung oder Schmuck aus.

Was haben Sie zuletzt verschenkt?

Ein Bild, das ich selbst gemalt habe.

Wie vertreiben Sie sich Ihre Zeit in den Drehpausen?

Ich bin eine totale Leseratte und kann während eines Drehs bis zu fünf Bücher verschlingen.

Hätten Sie Lust, selber eines zu schreiben?

Das wäre großartig, aber ich glaube nicht, dass ich das Talent dazu besitze. Ich stelle mir viele Dinge vor, die ich gerne tun würde. Motorrad-Rennen fahren zum Beispiel (lacht).

Haben Sie noch andere Hobbys?

Ich liebe es, zu malen und wenn ich meine Familie in Kentucky besuche, reite ich. Mein allerneuestes Hobby ist Tagebuchführen. Ich höre mich selbst gerne denken (lacht).

Sie werden sicherlich auch auf  viele Partys eingeladen...

Ja, aber ich bin kein Party-Mensch. Als ich den Oscar gewann, wollte ich feiern und ging auf eine der großen Aftershow-Partys. Nach fünf Minuten fiel mir die Decke auf den Kopf. Ich ging nach Hause und bestellte Pizza.

Pizza? Das hört man von Stars selten.

Ich weiß. Wenn ich die dünnen Mädchen in Hollywood sehe, denke ich immer: Die verzichten bestimmt auf Pizza. Allein die Vorstellung regt mich auf. Ich will auf nichts verzichten, schon gar nicht auf Pizza. Ich werde immer Oberweite und Hintern haben. Dagegen anzukämpfen, wäre absurd.

Sind Sie sich bewusst, dass Sie ein Vorbild für junge Mädchen sind?

Absolut! Ich war selbst ein Teenager, der zu den Stars aufblickte und retuschierte Fotos bewunderte. Die Bilder sind so unrealistisch! Wenn ich ein Fotoshooting habe, werde ich komplett transformiert. So sehe ich in Wirklichkeit nicht aus, wenn ich Pizza esse.

INTERVIEW: Helen Höhne

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