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„Traumschiff“-Star Nick Wilder verrät erstmals den wahren Grund für seinen Abschied

Zehn Jahre lang war Nick Wilder als Dr. Sander einer der Publikumslieblinge des „Traumschiffs“. Jetzt spricht der Schauspieler offen über die wahren Gründe für seinen Ausstieg und übt auch Kritik am ZDF-Klassiker.

Nick Wilder bei einem „Traumschiff“-Fototermin 2011.
Nick Wilder bei einem „Traumschiff“-Fototermin 2011. Foto: imagebroker

Fast zehn Jahre lang gehörte Nick Wilder als Schiffsarzt Dr. Wolf Sander zur Stammbesetzung des „Traumschiffs“. Umso größer war die Überraschung, als der Schauspieler 2020 seinen Abschied bekanntgab. Lange wurde über die Gründe spekuliert – nun spricht der 73-Jährige so offen wie selten über seine Entscheidung. Gleichzeitig verrät er, warum eine Rückkehr für ihn ausgeschlossen ist und weshalb er die Entwicklung der beliebten ZDF-Reihe kritisch sieht.

Darum stieg Nick Wilder wirklich beim „Traumschiff“ aus

Viele Fans vermuteten damals Spannungen hinter den Kulissen oder einen Streit mit dem Sender. Doch genau das weist Nick Wilder zurück. Im Gespräch mit t-online macht der Schauspieler deutlich, dass seine Entscheidung vor allem mit seinem persönlichen Lebensentwurf zusammenhing. Die Dreharbeiten hätten einen Großteil des Jahres eingenommen und kaum Zeit für andere Projekte gelassen. Auf die Frage, ob er seinem Abschied heute etwas Positives abgewinnen könne, antwortet er eindeutig: „Ja, denn jetzt bin ich endlich frei.“

Schon 2020 hatte Wilder erklärt, dass ihn die aufwendige Produktion zunehmend an seine Grenzen brachte. Für zwei „Traumschiff“-Filme, ein Special und mehrere Folgen von „Kreuzfahrt ins Glück“ sei er fast sieben Monate im Jahr unterwegs gewesen.

„Alles hat im Leben seine Zeit. Und das war genau der Grund für meine wohlüberlegte Entscheidung: die kostbare Zeit!“ Gemeinsam mit seiner Frau habe er deshalb beschlossen, dass es Zeit für einen neuen Lebensabschnitt sei.

Deutliche Kritik am heutigen „Traumschiff“

Auch wenn Nick Wilder betont, das Format damals „mit einem Lächeln“ verlassen zu haben, blickt er nicht unkritisch auf die Entwicklung der Reihe. Vor allem die zunehmende Besetzung mit Influencerinnen, Influencern oder prominenten Gästen außerhalb der Schauspielbranche sieht er skeptisch. Aus seiner Sicht verliere das Format dadurch an Qualität.

Seine Kritik richtet sich aber nicht nur gegen das Casting. Auch bei den Drehbüchern sieht der Schauspieler Verbesserungsbedarf. Gegenüber t-online sagt er: „Man sollte mal die junge Generation der Drehbuchschreiber ranlassen. Die hätte wohl sicherlich eine neue Sichtweise und eine andere Interpretation.“ Und weiter stellt er fest: „Dem Format tut das auf jeden Fall nicht gut.“

Heute läuft Nick Wilders letzte „Traumschiff“-Ära noch einmal im TV

Wer den Schauspieler noch einmal als Dr. Sander erleben möchte, hat heute Abend Gelegenheit dazu. Das ZDF zeigt um 20:15 Uhr die Folge „Kolumbien“. Neben Florian Silbereisen als Kapitän Max Parger sind unter anderem Barbara Wussow, Daniel Morgenroth, Harald Schmidt und natürlich Nick Wilder zu sehen.

In der Episode sorgen gleich mehrere emotionale Geschichten für Spannung: Eine Frau glaubt, im Körper eines Mitreisenden das Herz ihres verstorbenen Mannes wiederzufinden, ein blinder Passagier bringt die Crew in Schwierigkeiten und auch für romantische Momente ist gesorgt. Fußballfans dürfen sich zudem auf einen Gastauftritt von Weltmeister Roman Weidenfeller freuen, der sich selbst spielt.

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