Tränen in den Augen? Lukas Podolski wehrt sich bei stern TV gegen Vorwurf, rechts zu sein
Die umstrittene Ausladung von Alphaville beim „Glücksgefühle“-Festival sorgte für Kritik im Netz. Jetzt äußert sich Lukas Podolski noch einmal bei stern TV zu den Vorwürfen.
Nach dem „Glücksgefühle“-Festival, das am Wochenende am Hockenheimring stattgefunden hat, haben sich die Organisatoren Lukas Podolski und Markus Krampe in der Sendung „stern TV“ noch einmal zu den Vorwürfen zu Wort gemeldet. Besonders der Kicker wird bei seinem Statement sichtlich emotional.

Was war passiert? Kurz vor dem Festival hatte die Band Alphaville bekannt gegeben, dass sie von der Veranstaltung ausgeladen worden sei. Der Grund: In einem Schreiben der Veranstalter hieß es, man wünsche „keine politischen Themen oder Äußerungen jeglicher Art“. Die Gruppe bezeichnete die Aufforderung als „Maulkorb“ und äußerte Unverständnis. Danach schlug die Entscheidung der Festivalleitung hohe Wellen im Netz und es hagelte Kritik.
Lukas Podolski wehrt sich gegen Vorwürfe
Vor allem Markus Krampe, aber auch Lukas Podoski wurden für ihre Entscheidung, politische Äußerungen auf dem Festival zu untersagen, heftig kritisiert. Auch eine spätere Rücknahme der Ausladung änderte nichts. In der Sendung „stern TV“ kommen die beiden jetzt noch einmal zu Wort. Darin betont der Kicker, dass er in die Entscheidung, Alphaville nicht auftreten zu lassen, nicht involviert gewesen sei, aber dennoch als Gesicht des „Glücksgefühle“-Festival in die Sache hineingezogen wurde.
"Ich bin für keine Nazis, oder was da geschrieben wird", stellt er klar und weist auch auf seinen familiären Hintergrund hin. Podolskis Wurzeln liegen in Polen, der Fußballer ist zwar in Köln aufgewachsen, hat aber eine tiefe Verbindung zu seiner Heimat. „Meine Großeltern kommen aus Polen und was sie damals erlebt haben, das weiß ich und das kriege ich auch immer wieder erzählt. Alleine deshalb hat mich das getroffen“, erklärt er und wirkt dabei sichtlich mitgenommen.
Einige User:innen unter dem Instagram-Beitrag der Sendung vermuten sogar, dass der Sportler bei seiner Aussage Tränen in den Augen hatte. „Man sieht ja, wie es ihn beim Gespräch mitnimmt. Er hat Tränen in den Augen“, heißt es unter anderem. Andere vermuten, dass die glasigen Augen in dem Licht im Studio begründet liegen.
Lukas Podolski: „Ich lasse mich nicht in eine Ecke stellen“
So oder so wird deutlich, dass Lukas Podolski die Vorwürfe im Netz zu schaffen machen. „Ich lasse mich nicht in eine Ecke stellen. Ich bin mit allerlei Nationen aufgewachsen, ich habe schwule Freunde, ich habe Freunde aus allen Ländern, ich habe die ganze Welt bereist“, so der Kicker.
Festival-Manager Markus Krampe gesteht in der Sendung ein, dass er sich von seinen Emotionen habe leiten lassen. „Natürlich war es naiv, zu denken, dass die Künstler sich da von mir beeinflussen lassen, das nicht zu tun“, erklärt er in Bezug auf den Wunsch, politische Äußerungen zu unterlassen. „Wir können alle beruhigen, wie Lukas gesagt hat, wir ticken garantiert nicht rechts“, ergänzt er.






