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Tote Tiere im Auenland

Tote Tiere im Auenland
Tote Tiere im Auenland (Warner) Warner

Schwere Vorwürfe an den Star-Regisseur: Beim Dreh zu Peter Jacksons "Hobbit" sollen Dutzende Tiere gestorben sein.

Die Tierschutzorganisation Peta erhebt schwere Vorwürfe gegen "Herr der Ringe"-Regisseur Peter Jackson und das Studio Warner Brothers. Während der Arbeiten an "Der Hobbit" wurden etwa 150 für den Dreh nötige Tiere angeblich auf einem Bauernhof untergebracht, der sich als völlig ungeeignet für diese Art der Tierhaltung entpuppt haben soll. Marode Zäune, Abhänge, Felsen, Bodenlöcher und streunende Hunde sollen insgesamt mehr als zwei Dutzend der armen Kreaturen das Leben gekostet haben - darunter ein Pferd sowie das Pony Rainbow, einem Reittier der Hobbits. Zeugen der Missstände seien vier Tierpfleger, die sich auf der Farm unweit der neuseeländischen Hauptstadt Wellington um die Tiere kümmern sollten. Diese hätten angeblich versucht, die Situation zu verbessern und das Studio zu einer Änderung der Unterbringung zu bewegen, jedoch nichts erreichen können. In Folge dessen hätten sie entweder selbst gekündigt - oder seien wegen der fortwährenden Beschwerden sogar entlassen worden.

 

Sofortiges Dementi

Peter Jackson und die Produktionsfirma treten dem Vorwurf natürlich vehement entgegen: "Allen Vorfällen, die uns diesbezüglich gemeldet wurden, wurde sofort nachgegangen und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Das beinhaltet hunderttausende Dollars, die Anfang 2011 für eine Verbesserung von Haus und Stallungen ausgegeben wurden. Es wurden zudem außergewöhnliche Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass keine Tiere für Action-Aufnahmen oder ähnliche Sequenzen eingesetzt wurde, die für Tiere ungewöhnlichen Stress bedeutet hätten. Über 55 Prozent der Aufnahmen von Tieren in der Hobbit sind tatsächlich computergeneriert - das beinhaltet Pferde, Ponys, Kaninchen, Igel, Vögel, Rentiere, Elche, Mäuse, Wildschwein und Wölfe." Tierschützer haben dennoch zum Boykott des Films aufgerufen.



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