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„Tote Mädchen lügen nicht“: Ausstrahlung von Staffel 2 gestoppt?

Noch in diesem Jahr soll die zweite Staffel des Serienhits „Tote Mädchen lügen nicht“ kommen, doch es regt sich Widerstand

„Tote Mädchen lügen nicht“: Steht Staffel zwei auf der Kippe?
„Tote Mädchen lügen nicht“: Kommt die zweite Staffel? Foto: Netflix

„Tote Mädchen lügen nicht“: Steht Staffel zwei auf der Kippe?

„Tote Mädchen lügen nicht“ (Originaltitel „13 Reasons Why“) polarisiert. Der Grund: Die Serie thematisiert den Suizid einer Teenagerin. Außerdem sorgte die realistische Darstellung von Mobbing, Gewalt, sexuellem Missbrauch und Alkohol- und Drogenkonsum für Aufregung.  Trotz aller Kontroversen sind die Dreharbeiten zu Staffel zwei im vollem Gange. Doch die Ausstrahlung will jetzt die Parents Television Council (PTC) verhindern.

SiIE wollen die Ausstrahlung von Staffel zwei verhindern

Die PTC ist eine Non-Profit-Organisation aus den USA, die sich als Art Medienwächter versteht. In der Vergangenheit gingen die konservativen Mitglieder schon gegen Serien wie „Dexter“ oder „Family Guy“ vor, weil deren Inhalte ihrer Meinung nach gefährlich für die Kindesentwicklung seien.

Jetzt nimmt sich die Organisation „Tote Mädchen lügen nicht“ vor. Sie fordert Netflix auf, so lange mit der Ausstrahlung der zweiten Staffel zu warten, bis diese von Experten als sicher für Minderjährige eingestuft wird. „Netflix muss viel mehr tun, um Kinder vor dem nachweislich schädlichen, expliziten Inhalt zu schützen“, so die PLC. Sie schlägt vor, ein neues Abo-Modell einzuführen. Kunden, die auf Inhalte mit höheren Alterseinstufungen verzichten, sollen mit einem günstigeren Abo-Preis belohnt werden.

 

So argumentieren die Kritiker

PTC-Präsident Tim Winter argumentiert folgermaßen: „Die Auswirkungen der ersten Staffel von ‚Tote Mädchen lügen nicht‘, die mit einer explizit dargestellten Selbstmord-Szene einer High School-Schülerin gipfelten, waren mächtig und heftig: Millionen von Kindern sahen zu; Der Google-Suchbegriff, ‚wie man Selbstmord begeht‘, stieg um 26 Prozent; und es gab Nachrichten von Kindern, die sich nach der Veröffentlichung der Serie buchstäblich ihr eigenes Leben nahmen."

 

Netflix Reaktion auf die Kritik

Noch hat sich Netflix nicht zu den Forderungen geäußert. In der Vergangenheit hat die Streaming-Plattform jedoch auf die Diskussionen rund um „Tote Mädchen lügen nicht“ reagiert. So führten sie beispielsweise ein Warnvideo oder die Informationsseite 13reasonswhy.info ein.

Außerdem soll eine neue Aftershow die Episoden der neuen Staffel begleiten, in denen Darsteller, Experten und Produzenten zu Wort kommen und über die schwierigen Themen der Serie sprechen.

 
 

Hinweis der Redaktion

Auch wir weisen darauf hin, dass Suizid kein Ausweg ist. Wenn du selbst unter Selbstmordgedanken leidest oder jemanden kennst, der daran leidet, empfehlen wir dir, das Gespräch mit Mitmenschen zu suchen oder dir anonym von der Telefonseelsorge helfen zu lassen. Du erreichst diese telefonisch unter 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. (hier kannst du auch die Chat- oder Mailberatung in Anspruch nehmen). Die Beratung ist anonym und kostenfrei. Anrufe werden auch nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.

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