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"Tote Mädchen lügen nicht": Netflix-Serie ab sofort mit Warnvideo!

Tote Mädchen lügen nicht Staffel 2
Die Serie "Tote Mädchen lügen nicht" wurde und wird kontrovers diskutiert. Jetzt gibt es ein Warnvideo! Foto: Netflix

Die Netflix-Serie „Tote Mädchen lügen nicht“ wird ab sofort mit einem Warnvideo starten. Warum die Macher sich für diesen Schritt entschieden und was darin zu sehen ist…

„Tote Mädchen lügen nicht“: Große Kontroversen um den Inhalt

Töte Mädchen lügen nicht“ (Originaltitel „13 reasons why“) war einer der meist diskutiertesten Serien 2017. Grund: Das Thema Suizid, um das es in dem Netflix-Original geht. Trotz großer Kontroversen wurde nun eine zweite Staffel abgedreht, in Zuge derer aber auch ein Warnvideo eingeführt wurde.

 

Darum wird vor „Tote Mädchen lügen nicht“ gewarnt

Im Mittelpunkt der Handlung, die auf dem Roman von Jay Asher basiert, steht Hannah Baker (Katherine Langford), die sich das Leben genommen hat. Das Teenager-Mädchen nahm die Gründe für ihre Tat auf insgesamt 13 Kassetten auf, die sie ihren Mitschülern hinterlässt. Den Selbstmord stellen die Macher extrem realistisch dar. Zu realistisch wie viele Zuschauer, insbesondere Eltern, fanden. Auch Themen wie Mobbing, sexueller Missbrauch, und Alkohol- und Drogenkonsum unter Jugendlichen werden thematisiert.

Die Serie sollte verboten werden

Immer wieder wurde die Kritik laut, die Ausstrahlung der Serie zu unterbinden oder eine Altersgrenze einzuführen. Behörden und Eltern fürchteten, dass der Selbstmord der Hauptdarstellerin andere Jugendliche zum Nachahmen verleiten könnte.

 

Darum geht es in dem Video

Die Serienschöpfer kamen diesem Wunsch nicht nach – im Gegenteil.  Sie produzierten eine zweite Staffel, die seit Kurzem abgedreht ist. Allerdings reagierten sie mit einem Video auf die Kontroversen, das ab jetzt vor jeder Folge von „Töte Mädchen lügen nicht“ zu sehen sein wird. Hauptdarstellerin Katherine Langford, Dylan Minnette (Clay), Justin Prentice (Bryce) und Alisha Boe (Jessica) ermutigen darin die jugendlichen Zuschauer offen den Dialog zu Themen wie Suizid zu suchen. Außerdem wird gewarnt: „Wenn du selber mit diesen Problemen zu tun hast, ist das hier vielleicht nicht das Richte für dich. Am besten guckst du diese Serie nur mit einem Erwachsenen“, so Alisha Boe.

 

Hilfe für Betroffene

Warnhinweis vor der Netflixserie "Töte Mädchen lügen nicht"
Alosha Boe, die Jessica in "Tote Mädchen lügen nicht" spielt, verweist in dem Warnvideo auf eine Informationsseite. Screenshot: Netflix

Die Darsteller verweisen auf die Website 13reasonswhy.info. Die Website wurde bereits im Zuge der 1. Staffel der Netflix-Serie eingerichtet, um Betroffenen Informationen zu Hilfemöglichkeiten und Anlaufstellen in ihrer Nähe zu bieten. Für Deutschland werden die Websiten www.suizidprophylaxe.de sowie www.jugend.support.de empfohlen.

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