Fernsehen

Topfilm der Woche: "Feuchtgebiete"

Der traut sich was: Nachwuchs-Regisseur David Wnendt ("Kriegerin", 2011) verfilmte ohne Tabus den gleichnamigen Skandalbestseller von Charlotte Roche

Nach einer missglückten Intim-Rasur wird die 18-jährige Helen Memel (Carla Juri) an den Hämorrhoiden notoperiert. Ans Bett gefesselt sinniert sie über ihre Hobbys – Drogen, Sex-Experimente, Avocadozucht – und ihre verkorkste Familie. Sie fasst einen Plan: Ihre geschiedenen Eltern (Axel Milberg, Meret Becker) sollen sich beim Krankenbesuch wieder versöhnen. Als Komplizen angelt sie sich Pfleger Robin (Christoph Letkowski), den Helens freche und direkte Art mehr als verwirrt...

TV Movie meint Achtung, nix für Verklemmte: Wie schon im 2008 erschienenen Bestseller von Charlotte Roche (über 2,5 Mio. verkaufte Exemplare!) gehts in einigen Szenen pornomäßig zur Sache; die Bilder sind nicht immer appetitlich! Wer sich davon nicht zu sehr irritieren lässt, sieht eine bittersüße Story über die Liebe und das Leben – die dank Carla Juri (Berlinale Shooting Star 2013) überraschend unschuldig ausfällt! Regisseur David Wnendt, der für sein Kinodebüt "Kriegerin" (2011) diverse Preise einheimste, schuf einen wunderbaren Film übers Erwachsenwerden – mit viel Humor und ein paar Wegguck-Momenten.

TEXT: Deborah Löffler

Hier gibts den Trailer zu "Feuchtgebiete" - ab 22. August im Kino:





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