Tödliche Tiger-Attacke: Mann im Gehege war Kinderschauspieler William Chapman
Ein Mann wird in einem britischen Wildpark von einem Tiger getötet, nachdem er zuvor ins Gehege geklettert war. Jetzt ist bekannt: Bei dem Opfer handelt es sich um den ehemaligen Kinderschauspieler William Chapman.

Am Samstag, dem 10. Oktober 2026, gelangte ein Mann im Yorkshire Wildlife Park im englischen Doncaster in das Gehege eines Sibirischen Tigers und wurde von dem Raubtier tödlich verletzt. Besucher:innen mussten den Vorfall mitansehen, Einsatzkräfte konnten den Mann nicht mehr retten.
Inzwischen steht fest, wer das Opfer ist: William Chapman, der als Kind bereits vor der Kamera stand und in britischen Fernsehproduktionen mitwirkte.
William Chapman: Tiger-Opfer spielte als Kind an der Seite eines „Harry Potter“-Stars
Wie die britische „The Sun“ berichtet, hatte William Chapman bereits in jungen Jahren erste Erfahrungen als Schauspieler gesammelt. Er besuchte die Jackie Palmer Stage School in High Wycombe, eine Ausbildungsstätte für junge Talente in der britischen Unterhaltungsbranche.
Als Kind war er unter anderem in der ITV-Produktion „May Contain Nuts“ zu sehen. Dort spielte er an der Seite von Schauspielerin Shirley Henderson, die einem internationalen Publikum vor allem als Maulende Myrte aus den „Harry Potter“-Filmen bekannt ist.
Tödliche Tiger-Attacke in Doncaster: Was geschah im Gehege?
Der tödliche Vorfall ereignete sich am Samstagnachmittag im Yorkshire Wildlife Park. Nach Angaben der Polizei besuchte William Chapman den Park allein. Aus bislang ungeklärten Gründen überwand er eine Absperrung und gelangte in das Gehege des Sibirischen Tigers Altai.
Augenzeugen berichten, dass andere Besucher versuchten, den jungen Mann von seinem Vorhaben abzuhalten. Eine Frau soll sogar versucht haben, ihn zurückzuziehen. Doch Chapman betrat das Gehege und näherte sich dem Raubtier. Kurz darauf griff der Tiger an. Gegen 13:30 Uhr wurden die Rettungskräfte alarmiert. Trotz des schnellen Einsatzes konnte der 23-Jährige nicht mehr gerettet werden. Er starb noch am Unglücksort.
In einer Erklärung hat sich die Familie des verstorbenen Schauspielers inzwischen zu Wort gemeldet. Sie beschreibt William in dem Statement als einen aufgeweckten, warmherzigen und einnehmenden jungen Mann, der von seinen Angehörigen sehr geliebt worden sei.
Zugleich macht die Familie öffentlich, dass Chapman über mehrere Jahre hinweg mit erheblichen psychischen Problemen zu kämpfen gehabt habe und deshalb starke Medikamente verschrieben bekommen habe. Ob seine Erkrankung oder die Medikamente eine Rolle bei dem tödlichen Vorfall gespielt haben könnten, ist jedoch ungeklärt. Die Angehörigen betonen, dass diese Frage von den zuständigen Untersuchungsbehörden geklärt werden müsse.






