Kino

Titanic-Nachbau und Dino-Klone

"Titanic" und "Jurassic Park" sind Kult. Milliardär Clive Palmer will die Storys jetzt Realität werden lassen.

Multimilliardär Clive Palmer ist einer der reichsten Männer Australiens - auf bis zu sechs Milliarden Dollar wird sein Vermögen geschätzt, das der 58-Jährige als Eigner eines großen Bergbaukonzerns angehäuft hat. Und auch ansonsten ist er ein Mann der Superlative: Sein aktueller Plan lautet, die "Titanic" nachzubauen und damit die Original-Route zu befahren. Glauben Sie nicht? Besser schon. Was der Mann anpackt, packt er auch aus: Für den Nachbau hat Palmer seine eigene Gesellschaft gegründet - die Blue Star Line. Auch der Vertrag mit einer chinesischen Werft wurde längst geschlossen. 2016 soll bereits Stapellauf sein. Ob Leonardo DiCaprio und Kate Winslet schon reserviert haben ist noch nicht bekannt. Die neueste Vision des Australiers ist sogar noch gewagter: Es heißt, der Unternehmer wolle analog zu "Jurassic Park" von Steven Spielberg doch tatsächlich Dinos klonen und - getreu der Geschichte aus dem Jahr 1993 - auf einer Insel den passenden Vergnügungspark dazu bauen. Offenbar hat Clive Palmer sein literarisches Vorbild schon gefunden: Multimilliardär John Hammond, der in Jurassic Park seinen Enkeln samt einem Grüppchen Wissenschaftler geklonte Urzeit-Riesen vorführen will.

"Und die Moral von der Geschicht..."

Bei allem Respekt vor der unternehmerischen Größe dieser Projekte bekommt man irgendwie den Eindruck, der Australier hat die Filme nicht bis zum bitteren Ende gesehen. Denn in jedem der beiden Blockbuster versteckt sich eine Botschaft. In "Jurassic Park": "Klone keine Dinos. Sie fressen Menschen". In "Titanic": "Glaube nicht, dass die 'Titanic' nicht sinken kann. Sie kann es." Aber was wäre das für eine Welt, in der man echten Pioniergeist mit Filmen ausbremsen könnte. Und trotzdem: Irgendwie fragt man sich ja doch, was passiert, wenn sich der Mann mal "Westworld", "Total Recall" oder "Terminator" ansieht.



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