Fernsehen

Teurerer Rundfunkbeitrag: Ab 2021 deutliche Erhöhung der GEZ-Gebühren

2021 soll der Rundfunkbeitrag noch einmal steigen. Jetzt ist auch klar um wieviel: 86 Cent teurer soll die GEZ-Gebühr im nächsten Jahr werden.

Nun wird die GEZ wohl sogar erhöht
Der Rundfunkbeitrag soll laut Expertenkommission erhöht werden. Um fast einen Euro. picture-alliance

Seit April 2015 wurde die Höhe des Rundfunkbeitrags nicht mehr angepasst: Damals sank der Betrag von 17,98 Euro auf 17,50 Euro. Alle vier Jahre soll neu darüber entschieden werden; die nächste Beitragsperiode umfasst den Zeitraum 2021 bis 2024. Die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) der Bundesländer am Donnerstag in Berlin hat nun beschlossen, dass der Beitrag von 17,50 Euro auf 18,36 Euro steigen soll.

Die Regierungschef schließen sich damit der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) an, die vor wenigen Wochen tagte und über eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags ab Januar 2021 beriet. Die Veranwortlichen sahen ebenfalls eine Erhöhung von 86 Cent vor. „Der Beitrag ist elf Jahre lang nicht erhöht worden“, erklärte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), die zudem Vorsitzende der Rundfunkkommission der Bundesländer ist.

 

Teurerer Rundfunkbeitragkönnte zum 1. Januar in Kraft treten

Grundlage des Berichts ist der Finanzbedarf, den die öffentlich-rechtlichen Sender zuvor bei der Kommission angemeldet hatten, eben so, wie es im Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag festgelegt ist. Schon vor einigen Monaten war der Betrag von 18, 36 Euro ins Auge gefasst worden. Nach eigenen Angaben errechnete die Kommission nun, dass es in den Jahren 2021 bis 2024 eine rund 1,5 Milliarden Euro-große Finanzlücke geben wird. ARD, ZDF und Deutschlandradio waren von einem doppelt so großen Bedarf ausgegangen.

Nach dem Beschluss bei der Ministerpräsidentenkonferenz über die Erhöhung des Rundfunkbeitrags, müssen im nächsten Schritt sowohl die Chefs der Länder als auch die Landtage aller Bundesländer zustimmen. Die Gebührensteigerung würde dann sehr wahrscheinlich zum 1. Januar kommenden Jahres in Kraft treten.



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