Fernsehen

"Team Wallraff": Schockierende Wahrheit über Sicherheit in Freizeitparks!

Überarbeitete Mitarbeiter, „Kloverbot“ und überteuerte Unterkünfte: In der aktuellen Sendung widmete sich das Team Wallraff dem Zustand der deutschen Freizeitparks und kam zu einigen schockierenden Ergebnissen.

"Team Wallraff" über Freizeitparks
Enthüllt "undercover", warum wir uns im Freizeitpark lieber zwei Mal versichern sollten, dass der "Sicherheitsgurt" auch wirklich fest angeschnallt ist. RTL

Vor ca. einem Jahr ereignete sich der Unfall, der das Sicherheitsverständnis vieler Freizeitparkbesucher erschütterte: Die 11-jährige Amber verstarb im „Holiday Park“ im idyllischen Haßloch, weil die Mitarbeiter ein Fahrgeschäft zu „früh“ starteten und das junge Mädchen damit in den Tod rissen. Kein technisches Versagen oder kein mechanischer Defekt war Schuld an dieser Katastrophe, sondern nur ein ganz menschlicher Fehler von jungen, fast uneingeschulten Mitarbeitern, der mit Sicherheit hätte verhindert werden können.

Das "Team Wallraff" wollte in seiner aktuellen Ausgabe prüfen, ob die Geschehnisse im Holiday Park deutschlandweit nur ein Einzelfall seien, oder ob sich hinter den Kulissen der deutschen Freizeitparks Anzeichen dafür finden, das es zu einem Unglück, wie im Holiday Park, nochmals kommen könne. So offenbart bereits der Besuch im beliebten "Phantasialand" schockierende Zustände: Von den Mitarbeitern erfährt RTL-Reporterin Caro Lobig, dass diese oftmals völlig überarbeitet seien und in den Hauptbesuchszeiten stundenlang nicht aufs Klo dürften. 

Während im Safaripark Stukenbock bei Ostwestfalen die Mitarbeiter für einen Hungerlohn arbeiten und in völlig überteuerten Baracken hausen müssen, werden im Schimpansen-Gehege im Tierpark von Bad Pyrmont die tierischen Besuchermagneten nicht artgerecht gehalten. Auch im Holiday Park scheint man aus den vergangenen Fehlern nicht gelernt zu haben: Immer noch fehlt Zeit, um die Mitarbeiter ordentlich einzuschulen. Generell sei das knappe Personal im rheinland-pfälzischen Park, nach den Ermittlungen von Wallraff & Co., ein unzumutbarer Zustand.

Für Günter Wallraff blieb nach seinem Test nur ein Fazit: "Dieser tragische Unfall zeigt, dass Freizeitparks eben nicht nur harmloses Vergnügen sind. Ich kann nur hoffen, dass die Branche daraus Konsequenzen zieht und doch einiges grundlegend ändert. Wer im Freizeitpark am Personal spart, der spart letztlich an der Sicherheit." Ein Blick auf das Fernsehprogramm heute genügt um festzustellen, dass Team Wallraff momentan eine kurze Programmpause macht.

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