Fernsehen

"Team Wallraff": Jetzt melden sich die angeprangerten Kliniken zu Wort!

Günter Wallraff und seine Undercover-Journalisten deckten in einer Reportage über Kliniken in Deutschland schlimme Missstände auf. Nun äußern sich die Krankenhäuser zu den ekligen Bildern.

Team Wallraff
Günter Wallraff schickte sein Team dieses Mal in drei Krankenhäuser /RTL/Stefan Gregorowius

Am Montag schockte uns "Team Wallraff - Reporter undercover" mit heimlich gefilmten Aufnahmen aus drei Krankenhäusern. Teils widerwärtige Zustände und eklatante Hygienemängel waren dort zu beobachten. Doch nun greift ein Klinikbetreiber das Team und RTL harsch für dessen Aufdeckungsmethoden an: Für die Helios Kliniken, die die Dr. Horst Schmidt Kliniken in Wiesbaden betreiben, ebenso wie das Krankenhaus in Berlin-Buch, sei es "nicht akzeptabel, dass sich Journalisten unter Vorspiegelung falscher Tatsachen in unseren Kliniken als Mitarbeiter ausgegeben haben und auf diese Weise in sensiblen Bereichen sowohl Patientenkontakt hatten, als auch verdeckt Bildmaterial hergestellt haben", berichtet "DWDL".

RTL reagierte sofort und erklärte, dass die Undercover-Recherche durch die 'Lex Wallraff' "juristisch legitimiert" sei. Dies ist ein Grundsatzurteil, das der Bundesgerichtshof 1981 erließ. Darin heißt es, dass Informationen, die durch die Verwendung anderer Identitäten erlangt wurden, veröffentlicht werden dürfen. 

Die Helios Kliniken versprachen nun in offiziellen Mitteilungen, dass sie verstärkt auf Hygienevorschriften hinweisen würden. Was die katastrophalen Zustände im Wiesbadener Haus angingen, seien die gezeigten Szenen zur Zeit einer Umstellung gemacht worden. Seither sei "Vieles in eine gute Richtung angestoßen worden". 

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