Fernsehen

"The Taste": Jetzt gibts was auf die Löffel!

Was „The Voice“ fürs Singen ist, soll „The Taste“ fürs Kochen werden – so stellt sich SAT.1 das jedenfalls vor. Kann das funktionieren? TV Movie war beim Dreh dabei.

Die Coaches aus "The Taste"
Die Coaches aus "The Taste" (Getty Images) Foto: Getty Images

Man nehme vier kameraerprobte Kochprofis, stelle diese in ein neonbuntes Studio, würze das Ganze mit der Zutat "Casting-Show“ – tadaaa: Fertig ist das neue TV-Geschmacks-Erlebnis!

In den USA legte „The Taste“ Anfang 2013 den erfolgreichsten Neustart seit Jahren hin, bescherte Sender ABC bis zu 5,82 Millionen Zuschauer. Klar, dass SAT.1 sich jetzt ebenfalls Top-Quoten erhofft. Bei der Besetzung der „The Taste“-Jury hat der Sender jedenfalls nichts anbrennen lassen, konnte mit Alexander Herrmann, Tim Mälzer, Lea Linster und Frank Rosin die Haute Cuisine der deutschen TV-Köche verpflichten!

Ab dem 13.11. suchen die Vier Deutschlands besten (Hobby-)Koch – und das in Tradition des ProSieben/SAT.1-Hits „The Voice of Germany“: Im „Blind Tasting“ verkosten die Coaches die Gerichte, die auf einem Löffel angerichtet werden müssen, ohne zu wissen, wer gekocht hat und was gekocht wurde. Dabei versuchen sie, sich ein möglichst starkes Team zu „erschmecken“. 16 Kandidaten kommen weiter, müssen pro Folge drei Challenges bestehen: Im Team-Kochen helfen die Coaches noch, beim Solo-Kochen müssen die Kandidaten dann alleine ran. Und zum Entscheidungs-Kochen treten diejenigen an, die bis dahin noch nicht überzeugen konnten. Dem Sieger winken 100.000 Euro!

Neben dem „Essen im Dunkeln“-Konzept (nur der Geschmack zählt!), fällt uns beim Set-Besuch in Köln eine weitere Besonderheit von „The Taste“ auf: die Stille. Kein Klatschen, kein Gelächter, wenn Tim Mälzer einen flapsigen Spruch in Richtung Frank Rosin raushaut. Das Publikum fehlt! Dafür sollen Video-Einspieler den Küchenkampf auflockern, und bis zu 30 Kameras zusätzlich „jede Emotion mitnehmen“, erklärt uns das Produzententeam.

Aber haben die Macher nicht etwas Wichtiges vergessen? Fehlt dem Zuschauer nicht, trotz emotionaler Bilderflut, das entscheidende Detail: der Geschmack? An dieser Stelle kommt wieder die Jury ins Spiel: Die Profis zerlegen die Gerichte mit ihren Zungen in Einzelteile, beschreiben die Konsistenz, die verschiedenen Aromen – bis einem das Wasser im Mund zusammenläuft!

Nebenbei batteln sich die TV-Köche, wer von ihnen der beste Coach ist. Ein Konzept, das schon bei „The Voice“ funktioniert hat. Beste Voraussetzungen also, dass auch „The Taste“ dem Publikum schmeckt!

TEXT: Katharina Hofmann



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