Fernsehen

Tagesschau abgebrochen – Moderator spricht von „Hacking“

Die ARD-Nachrichtensendung "Tagesschau" musste am Dienstag abgebrochen werden. Massive technische Probleme beim Abspielen von Einspielfilmen führten nach mehreren Neustarts zu der Entscheidung der Regie.

Tagesschau-Panne: Claus-Erich Boetzkes
Nachrichtensprecher Claus-Erich Boetzkes versuchte die Situation zu retten. Aber die Tagesschau-Sendung um 17 Uhr musste am Dienstag abgebrochen werden. Foto: ARD/Tagesschau

Verzweiflung im Hamburger Studio der „Tagesschau“. Als am Dienstag die „Tagesschau“ um 17 Uhr im Ersten gesendet wurde, hatte es den Anschein, als sei es eine Episode der ARD-Show „Pleiten, Pech und Pannen". Was war passiert?

Es begann damit, dass die Sendung nicht pünktlich um 17 Uhr begann, sondern mit mehreren Sekunden Verzögerung. Als dann Nachrichtensprecher Claus-Erich Boetzkes auf dem Bildschirm erschien, war vor dem berühmten blauen Hintergrund kein Teaserbild und die zugehörige Bildunterschrift zum ersten Beitrag sichtbar. Zudem war Boetzkes nicht richtig ausgeleuchtet und es waren Tonprobleme zu hören.

Aber es wurde noch schlimmer: Als Boetzkes den ersten Beitrag anmoderierte und eigentlich ein Film zu Bundeshilfen für Krankenhäuser abgespielt werden sollte, tat sich nichts. Boetzkes versuchte der Regie mehr Zeit zu verschaffen und versuchte die Zeit zu überbrücken. „Jetzt sollte eigentlich ein Beitrag kommen, oder machen wir mit dem nächsten Thema weiter“, so der Sprecher.

 

Erster Abbruch nach einer Minute

Als dann offenbar auch keine Informationen über den Kopfhörer in Boetkes Ohr kamen, war die Verwirrung perfekt. „Sind wir überhaupt auf Sendung“, fragte der Nachrichtensprecher leicht schmunzelnd. Dann kam das Signal aus der Regie – Neustart. „Es gibt offenbar ein ganz massives Problem, wir müssen die Sendung an der Stelle abbrechen, weil wir offenbar die Beiträge nicht mehr abfahren können“, erklärte Sprecher Boetzkes den Zuschauern die Situation.         

Boetzkes strahlte Gelassenheit und Zuversicht aus: „Vielleicht gelingt ja in den nächsten Minuten ein Neuanfang, bis dahin eventuell“, verabschiedete sicher der Nachrichtensprecher scheinbar vom Fernsehpublikum. Allerdings wurde er nicht erlöst. Boetzkes war weiterhin auf dem Bildschirm zu sehen. Nur das Mikrofon wurde irgendwann abgeschaltet.

 

Abbruch der "Tagesschau" - "Brisant" übernimmt

Nach mehreren Versuchen, die Sendung doch noch zu zeigen, dann der Super Gau: Um 17:05 Uhr wurde die Sendung endgültig abgebrochen und das Erste zog die Magazinsendung „brisant“ vor. Insgesamt etwa 10 Minuten früher, als ursprünglich geplant. Bei einem Versuch, bei dem nur der Ton von Boetzkes zu hören war, es aber kein Bild gab, war das Wort „Hacking“ zu hören.

Ob es tatsächlich daran lag, ist unklar. Die Tagesschau-Redaktion schrieb bei Facebook, dass es in der 17 Uhr-Ausgabe im Ersten technische Probleme mit der Sendeabwicklung gegeben habe. Diese seien inzwischen behoben wurden. Boetzkes blieben nur vertröstende und entschuldigende Worte mit Hinweis auf die 20 Uhr-Ausgabe der Tagesschau. Die verlief dann routiniert wie üblich. Ganz ohne technische Probleme.

 


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