„Surviving Amazonas“: Aufschrei nach Schlachtungs-Szene – Joyn reagiert auf Vorwürfe
Eine Szene aus „Surviving Amazonas – Die Prüfung der Shanenawa“ sorgt für heftige Kritik. Ein Kandidat tötet vor laufender Kamera ein Huhn – während Mitstreiterin Shirin entsetzt das Weite sucht. Jetzt reagiert Joyn auf die Vorwürfe.

„Heute gibt es Huhn“: Was zunächst nach einer vergleichsweise harmlosen Ankündigung klingt, nimmt in einem von Joyn auf Instagram veröffentlichten Ausschnitt aus „Surviving Amazonas“ schnell eine drastische Wendung. Denn das Tier, das später als Nahrung für die Gruppe dienen soll, lebt zu diesem Zeitpunkt noch – und die Teilnehmer:innen von „Surviving Amazonas“ sollen die Schlachtung selbst übernehmen.
Besonders Shirin alias how2shirli reagiert sichtlich geschockt. Noch bevor sie richtig erfassen kann, was von der Gruppe verlangt wird, wird ein benommen wirkender Hahn gebracht. „Machen die das jetzt hier?“, fragt sie wiederholt. Als die Situation konkreter wird, steht Shirin schließlich auf und entfernt sich noch vor der Tötung von der Gruppe.
„Surviving Amazonas“: Willi Banner soll Huhn vor laufender Kamera töten
Überraschend erklärt sich Willi Banner, der 2026 auch bei „Let's Dance“ dabei war, bereit, die Aufgabe zu übernehmen. Zwei Frauen aus der Dorfgemeinschaft zeigen ihm daraufhin, wie das Tier traditionell getötet werden soll: Banner soll das Huhn an den Füßen festhalten und es mit einer schwungvollen Bewegung herumwirbeln, damit sein Genick bricht. Diese Anweisung setzt er offenbar auch um.
Genau diese Szene sorgt in den sozialen Netzwerken nun für einen Aufschrei. Unter dem Instagram-Beitrag häufen sich kritische Kommentare. Zuschauer:innen werfen dem Format unter anderem vor, die Tötung eines Tieres für Unterhaltung und Einschaltquoten zu instrumentalisieren. Auch das „Team Tierschutz“ meldete sich unter dem Nutzernamen „tt_teamtierschutz“ zu Wort und bezeichnete die Szene als „inakzeptabel“.
Joyn reagiert auf Kritik an Schlachtungs-Szene
Auf die Vorwürfe hat Joyn inzwischen selbst reagiert. In einem Kommentar unter dem Beitrag verweist der Streamingdienst auf den dokumentarischen Ansatz des Formats und schreibt:
Dabei verlinkt Joyn direkt das „Team Tierschutz“, das zuvor Kritik an der Szene geäußert hatte. Der Streamingdienst argumentiert also damit, dass die Schlachtung als Bestandteil des traditionellen Lebens vor Ort dokumentiert werde.
Auch auf Joyn selbst wird die Schlachtung ausdrücklich als Teil der Herausforderung thematisiert. Die entsprechende Passage ist dort unter der Überschrift „Tränen, Heimweh, selbst schlachten: Wer hält bei Tisch noch durch?“ abrufbar. In der Beschreibung heißt es wortwörtlich: „Eichhörnchen und Huhn werden nach Shanenawa-Tradition zubereitet - für die Promis eine kulinarische Grenzerfahrung. Dazu gehört auch das Tier zu schlachten. Willi stellt sich der Aufgabe. Wird die Anpassung ans Essen die größte Herausforderung?“
Die Bilder zeigen gleichzeitig, wie sehr die Situation einigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zusetzt. Auch Antonia Hemmer ist während der Szenen völlig aufgelöst zu sehen. Ihre Reaktion bekommt vor dem Hintergrund ihrer späteren Aussagen über die Dreharbeiten noch einmal besonderes Gewicht.
Antonia Hemmer spricht nach „Surviving Amazonas“ von „Trauma“
Antonia Hemmer (26) machte kürzlich in einem Statement auf Instagram deutlich, dass die Dreharbeiten für die Kandidat:innen offenbar psychisch enorm belastend waren. In einer Instagram-Fragerunde zog sie ein drastisches Fazit: „Es war Trauma. Punkt.“
Nach eigenen Angaben spürt sie die Folgen noch immer: „Ich habe bis heute irgendwie mentale Probleme dadurch oder seitdem habe ich das Gefühl, ich laufe auch nicht mehr so ganz rund“, erklärte der Realitystar.
Besonders schwierig: Hemmer war zunächst nur als Ersatzkandidatin vorgesehen und erfuhr nach eigener Aussage erst fünf oder sechs Tage vor dem Abflug, dass sie tatsächlich teilnehmen würde. In dieser kurzen Zeit musste sie unter anderem medizinische Untersuchungen und Impfungen absolvieren. Kurz vor der Reise erkrankte sie zudem mit hohem Fieber und einer Mandelentzündung, musste ins Krankenhaus und flog schließlich unter Antibiotika-Einnahme nach Brasilien.
Vor allem die fünfte und sechste Folge seien für sie besonders heftig gewesen. Da bislang erst vier Episoden erschienen ist (die letzte erschien am Dienstag, 15. September, um 23:45 Uhr auf ProSieben und auf Joyn), wird es also offenbar noch krasser. Ihr Fazit fällt entsprechend deutlich aus: „Ich sage euch ehrlich, ich wüsste im Nachhinein nicht, ob ich es noch mal machen würde. Nee, ich würde es wahrscheinlich nicht noch mal machen.“ Zumindest unter den damaligen gesundheitlichen Voraussetzungen würde sie das Abenteuer demnach nicht wiederholen.
Das die Teilnehmer:innen an ihre Grenzen gestoßen sind, passt zum grundsätzlichen Konzept der Abenteuer-Doku: Acht Prominente verbringen zehn Tage im brasilianischen Amazonasgebiet und leben gemeinsam mit den Shanenawa. Dabei sollen sie sich auf deren Alltag, Regeln, Rituale und traditionelle Lebensweise einlassen. Neben körperlichen Herausforderungen gehören auch spirituelle Zeremonien zum Format. Wer die Prüfungen meistert und sich in die Gemeinschaft einfügt, kann am Ende unter einem heiligen Baum getauft und mit einem indigenen Namen auf Lebenszeit aufgenommen werden.
Neben Shirin und Willi Banner nehmen Lilly Becker, Joey Kelly, Parshad Esmaeili, Lena Schöneborn, Gina Rühl und Antonia Hemmer teil. „Surviving Amazonas – Die Prüfung der Shanenawa“ läuft bei ProSieben und ist bei Joyn im Stream verfügbar.







