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"Super Mario: Odyssey": Eine Mütze zum Verlieben auf Nintendo Switch!

Der Test zum Nintendo Switch-Highlight "Super Mario: Odyssey" beweist: Mit "Cappy" und einem Luftschiff startet Mario in eines seiner besten Abenteuer!

Super Mario Odyssey
Im ersten Abenteuer auf Nintendo Switch begibt sich Mario auf seine ganz eigene Odyssee! Wir verraten euch, wie gut uns "Super Mario: Odyssey" gefallen hat! Nintendo

Ein wenig Skepsis war schon angebracht: Als die ersten Bilder davon auftauchten, wie unser Kult-Klempner durch eine für ein „Super Mario“-Spiel sehr real anmutende Variante von New York fährt, dürften einigen Nintendo Jüngern wohl ein erstauntes „Mamma Mia“ über die Lippen gehuscht sein. Gerade weil Mario zum Start der Nintendo Switch eben noch nicht erhältlich war und stattdessen Platz für das fantastische Videospiel-Abenteuer seines Nintendo-Kollegen Link in „Zelda: Breath of the Wild“ machte, war die Vorfreude, aber auch die Sorge gleichermaßen groß, was Nintendo mit der neuesten Inkarnation seiner Vorzeige-Franchise machen würde.

Super Mario: Odyssey Schnecken
Mario macht kurzen Prozess mit diesen bunten "Wegversperrern"          Nintendo

Gerade, weil Mario mittlerweile mehr als 30 Jahre Videospiel-Expertise auf den Buckel hat, überrascht es schon, mit welcher Vehemenz Nintendo mit altbewährten Mustern bricht. Kaum aus dem Tutorial entkommen und mit seiner trendigen und überaus nützlichen Mütze „Cappy“ ausgestattet, trifft Mario schon in der ersten Welt von „Super Mario: Odyssey“ auf einen schlummernden T-Rex, in den er sich per Mützenwurf verwandelt und alles und jeden in seinem Pfad kurzerhand zertrampelt!

 

"Super Mario: Odyssey":  Brillantes "Cappy" – altbackene Geschichte

Generell ist „Cappy“ definitiv der heimliche Star von „Super Mario: Odyssey“: Nur ein kurzer Wurf genügt und Mario verwandelt sich in einen seiner eigentlichen Gegenspieler oder leblosen Gegenstände. Das kann wie erwähnt ein T-Rex sein, ein Reißverschluss (!), der neue Pfade öffnet oder aber ein süßer Frosch, der einen überwindbaren Felsvorsprung plötzlich zur leichten Sprungübung macht. Der Kreativität sind fast keine Grenzen gesetzt – und genau das macht eine der ganz großen Faszinationen von „Super Mario: Odyssey“ aus, das Entdeckungs- und Probierfreude so stark fördert, wie kaum ein anderes Spiel.

Ganz so viel Kreativität haben die Macher allerdings nicht unbedingt in ihre Geschichte gesteckt: Nach einer schicksalhaften Begegnung flieht Oberscherge Bowser auf seinem Luftschiff mit Prinzessin Peach an Bord – Mario bleibt geschlagen und ohne Kopfbedeckung zurück. Doch der magische Hut namens „Cappy“ macht unseren Pasta-Liebhaber ausfindig und verleiht ihm eben jene transformativen Fähigkeiten, die unser Klempner auf seiner Verfolgungsjagd braucht. Und der Weg über den Globus führt tatsächlich in völlig unterschiedliche Welten, die auch in sich widersprüchlich sein können (Eiszapfen in der Wüstenwelt? Wo gibt es denn sowas!)

 

"Super Mario: Odyssey": Sammelwahnsinn und Liebe zum Detail

Super Mario Odyssey Freunde
Auf ein paar nette Begegnungen darf sich Super Mario in seiner "Odyssey" natürlich auch freuen!      Nintendo

Um seinem Luftschiff den nötigen „Sprit“ zu geben, um die Jagd auf Bowser fortzusetzen, sammelt Mario in den abwechslungsreichen Levels so viele Energie-Monde wie möglich. Etwas gewöhnungsbedürftig ist es schon, dass unser Klempner die wertvollen Energie-Träger teilweise im Vorbeigehen sammelt, während er zum Ende jedes Levels auf einen von Bowsers Schergen bzw. einen alternativen Endboss trifft, der gleich ein Bündel ein Energie-Monden für Mario parat hält. Doch das Konzept geht auf: Der Spielfluss wird durch den Fortsetzungscharakter des Spiels kaum unterbrochen und es stellt sich schnell das typische Gefühl ein, jetzt noch den einen Mond oder die eine Spezialmünze auf dem Weg zum Endboss mitnehmen zu wollen.

Tatsächlich ziehen die Herausforderungen zum Ende des Spiels noch einmal deutlich an. Auch, wenn der Schwierigkeitsgrad sicherlich keinen Switch-Spieler überfordern dürfte, ist der Bildschirmtod auf der Jagd nach den Monden ein ständiger Begleiter, gerade weil einige Akrobatik- oder Balancier-Passagen durchaus herausfordernd sind. Doch zu keiner Zeit ist „Super Mario: Odyssey“ unfair: Und wer nach dem ersten Durchspielen noch immer nicht genug hat von der Mondjagd (und das dürften tatsächlich viele Spieler sein), der darf sich ins Endgame stürzen und jede Ecke der wunderschönen Spielewelten nach begehrten Monden durchsuchen.

 

Fazit

Über 30 Jahre ist Super Mario bereits ein treuer Videospielbegleiter: Und es ist erstaunlich, dass in der derzeitigen 4K- und VR-Maschinerie ausgerechnet ein so simples 3D-Jump’n’Run so viel Freude bereiten kann. „Super Mario: Odyssey“ steht für alles, was den kultigen Klempner seit dem revolutionären Mario 64 auf der N64 ausgezeichnet hat: Brillantes Level-Design, ein unglaublicher Erkundungs-Sog, viele liebevolle Details und mit „Cappy“ eine fantastische Innovation. Zusammen mit „Zelda: Breath of the Wild“ liefert die Nintendo Switch ein weiteres Ausnahmespiel ab, das die Anschaffung der Konsole schon alleine rechtfertigt.

Super Mario: Odyssey ist seit dem 27. Oktober 2017 für Nintendo Switch erhältlich!



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