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Stars für "Star Wars"

Stars für "Star Wars"
Stars für "Star Wars" (Universal) Universal

Das ganze Projekt ist erst ein paar Tage bekannt. Doch schon wird halb Hollywood nervös - und sucht die Nähe von George Lucas.

Filmlegenden, Sensationen, große Emotionen, dazu gewaltiger Reichtum - die große Show um den Verkauf von Lucasfilms an Walt Disney kombiniert mit der Ankündigung einer neuen "StStar Wars"-Trilogie hatte ja wirklich alles, was die Traumfabrik so liebt. Dazu die rührenden Worte des Oberjedis: "Jetzt ist die Zeit für mich gekommen, 'Star Wars' an die nächste Generation von Filmemachern weiterzureichen. Ich habe immer daran geglaubt, dass 'Star Wars' jenseits von meiner Person weiter bestehen kann - und mir war es wichtig, diesen Wechsel noch zu Lebzeiten selbst zu bewerkstelligen." Wirklich erhebend, so ein Scheiden aus dem Filmgeschäft in Würde und Weisheit. Und jetzt? Vergeht kaum ein Tag, ohne dass sich Stars und Macher der Traumfabrik mit George Lucas treffen, um über die Fortsetzung der Sternenkriege zu kungeln. Mark Hamill und Carrie Fisher waren unter anderem schon zu Besuch - und auch Colin Trevorrow hat sich mit dem angeblichen Filmpensionär bereits getroffen. Lucas scheint nämlich ein Fan des Regisseurs der bezaubernden Zeitreise-Komödie "Safety Not Guaranteed". Und nachdem der Regiestuhl von "Star Wars Episode VII" noch leer steht, könnte man hier ja einen Zusammenhang wittern - speziell, da der Job für Matthew Vaughn offenbar doch nicht in Frage kommt. Kurz: Entweder will George Lucas nicht wahrhaben, dass seine Tage als Weltenlenker der "weit, weit entfernten Galaxie" endgültig vorbei sind oder Disney hat ihm zugestanden, dass die Macht mit ihm sei - und der Mann darf immer noch die Jedis tanzen lassen. Ruhestand sieht jedenfalls anders aus.

 

Äußerst fremdartig

Wer übrigens auch ganz laut nach einer Rolle in der Fortsetzung schreit, ist Russell Brand. Und wie es Art des egomanen Stars ist, geht der Griff dabei natürlich nur ins oberste Regal: "Warum hat mich noch niemand eingeladen Darth Vader zu spielen? Ich könnte ein Jedi sein", beschwerte er sich jetzt gegenüber der Sun. "Warum hat mich überhaupt noch niemand aufgefordert, daran teilzunehmen? Ich würde alles machen, um ein Jedi für meine Kinder zu sein. Auch, wenn sie noch gar nicht geboren sind." Die Motivation stimmt also. Und an seiner Eignung kann eigentlich kein Zweifel bestehen. Jetzt vielleicht nicht in der Rolle eines Jedis oder Sith - aber wenn man sich auch nur oberflächlich mit dem multitalentierten Exzentriker beschäftigt, kommt man an der Erkenntnis nicht vorbei: Der Mann stammt sowieso von einem anderen Planeten.



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