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"Star Wars: Squadrons": Unsere ersten überraschenden Testeindrücke!

Mit "Star Wars: Squadrons" bringen EA und Entwickler Motive einen brandneuen Multiplayer-Weltraumshooter mit Einzelspieler-Kampagne auf den Markt. Warum uns das Spiel beim Antesten überrascht hat, lest ihr in unseren ausführlichen Eindrücken!

"Star Wars: Squadrons" | Neuer Star Wars-Shooter angekündigt
Kann "Star Wars: Squadrons" den Reiz von Weltraumgefechten wirklich einfangen? Das verraten wir in unserem Vorabtest! Bild: EA Games

Volle Energie auf meine Triebwerke, ein kurzes Rollmanöver durch ein herumfliegendes galaktisches Trümmerteil und ich habe den X-Wing in meinem Rücken wenigstens für einen kurzen Moment abgeschüttelt. Im gleichen Augenblick taucht ein feindlicher A-Wing in meinem Sichtfeld auf – neben ihm ein Angriffsschiff der "Neuen Republik", das sich auf den Weg zum Sternenzerstörer macht – dem letzten verblieben Schiff meiner Flotte. Unser Team befindet sich im Verteidigungsmodus. Greife ich den A-Wing jetzt wirklich an? Oder mache ich mich damit zum leichten Ziel und bringe mein Team noch mehr in die Bredouille? Fragen, die mir in den vergangenen Tagen beim Testen von "Star Wars: Squadrons" nicht nur einmal durch den Kopf gegangen sind und die meinen Puls tatsächlich ordentlich in die Höhe getrieben haben. Und das hatte ich in der Tat so nicht erwartet.

 

Star Wars: Squadrons: Wie aus einer anderen Galaxie | So ist die Einzelspieler-Kampagne

Star Wars Squadrons Briefing
Vor den Einsätzen finden natürlich auch Briefings statt!       EA Motive

Es ist schließlich auch schon gute zwei Jahrzehnte her, dass sich angehende virtuelle "Krieg der Sterne"-Piloten in "Rogue Squadron" oder der "X-Wing"-Reihe so richtig schön im Cockpit eines Fliegers austoben konnten. Zwar waren Weltraumkämpfe auch im begrenzten Rahmen Teil von „Star Wars: Battlefront II“, an dem das EA Motive-Team übrigens ebenfalls mitgewirkt hatte, doch tatsächlich ist "Star Wars: Squadrons" eine ganz andere Hausnummer, wenn es um die Faszination und den Thrill von Weltraumschlachten geht: Dadurch, dass sich das Spiel komplett auf Weltraumgefechte konzentriert, liegt der Fokus auf den durchaus komplexen Eigenheiten der einzelnen Flieger und dem taktischen Vorgehen inmitten einer spektakulären und chaotischen Weltraumschlacht.

In die stürzt ihr euch übrigens am besten erst, wenn ihr zumindest einen guten Teil der ca. acht bis zehn Stunden langen Einzelspieler-Kampagne bereits hinter euch gebracht habt: Die ist nämlich nicht nur schnödes Beiwerk, sondern führt euch in den abwechslungsreichen Missionen auch in die komplexe Flugmechanik sowie die verschiedenen Loadouts und Fähigkeiten der einzelnen Flieger ein. Daneben wird eine sehr solide Geschichte erzählt, die durchaus die eine oder andere Überraschung bereithält: Ihr wechselt meistens nach 2-3 Missionen das jeweilige Lager und erlebt die Geschichte aus der Perspektive der Neuen Republik sowie des Galaktischen Imperiums nach den Ereignissen am Ende von "Star Wars VI: Die Rückkehr der Jedi-Ritter". Ihr könnt im jeweiligen Spieler-Hub mit euren AI-Teammitgliedern reden, besucht die neuesten Mission-Briefings vor jedem neuen Auftrag und rüstet euren Flieger individuell für die Mission aus. Zwar ist „Star Wars: Squadrons“ weit weniger cineastisch inszeniert als bspw. das letztjährige Action-Adventure „Star Wars Jedi: Fallen Order“, doch versprüht trotzdem einen sehr nostalgischen Oldschool-Charme. Ihr habt zu Beginn sowie zwischen den einzelnen Missionen die Wahl aus vier Schwierigkeitsgeraden, sodass für jeden angehenden Weltraumpiloten die passende Herausforderung in der Einzelspieler-Kampagne bereitsteht.

 

Star Wars: Squadrons: Deshalb ist der Multiplayer so grandios

Star Wars Squadrons
Star Wars: Squadrons bietet spektakuläre Gefechte - stilecht aus der Cockpitperspektive     EA Motive

Doch natürlich liegt der Fokus und Kern von "Star Wars: Squadrons" auf dem Multiplayer. In dem messt ihr euch in 5-gegen-5 Weltraumschlachten in zwei verschiedenen Modi: Luftkampf und Flottenkämpfe. Ersterer ist der klassische Team-Deathmatch-Modus, in dem ihr mit fünf Piloten gegen fünf gegnerische Piloten antreten könnt. Vor dem Beginn der jeweiligen Partie habt ihr noch Zeit eine Auswahl aus vier verschiedenen Sternenjägern zu treffen und die im Hangar mit unterschiedlichem Equipment und Waffen auszustatten: Wollt ihr lieber Laser- oder Ionenkanonen? Soll der Flieger lieber agil sein oder eher gut "einstecken" können? Ihr habt dabei die Qual der Wahl. Startet man die erste "Luftkampf"-Partie wird man in kurzer Zeit von den vielen wunderbaren Details erschlagen: den authentischen Cockpits, der wunderbaren Darstellung des Weltraums und dem fantastischen "Star Wars"-Soundtrack. Spätestens als ich den ersten Kontrahenten mit meinem Sternenjäger ins Zielvisier genommen habe und die Soundkulisse ihre volle Wucht entfaltet hat, war's um mich geschehen: "Star Wars: Squadrons" entfaltet vor allem gegen echte Kontrahenten einen richtigen Suchtfaktor.

Das erste „Luftkampf“-Match meiner noch sehr jungen und unerfahrenen Pilotenkarriere könnt ihr euch übrigens in diesem Gameplay-Clip anschauen:

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Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

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Der größte Anziehungspunkt in "Star Wars: Squadrons" sind jedoch die Flottenkämpfe: Hier stürzt ihr euch ebenfalls im 5-gegen-5-Modus in gewaltige Flottenkämpfe, die aus mehreren Phasen bestehen. Zunächst versucht ihr so viele Widersacher und KI-Widersacher wie möglich abzuschießen, um das Momentum auf eurer Seite zu haben und die Leiste am oberen Bildrand zu füllen. Jeder Abschuss bringt dabei Punkte. Werdet ihr jedoch vom Gegner zerstört, bekommt das gegnerische Team Punkte zugeschrieben. Hat sich die Leiste bspw. für die "Neue Republik" gefüllt, so beginnt die 2. Phase: Die "Neue Republik" attackiert dann auch die größeren Versorgungsschiffe der "Imperialen Flotte" während die versuchen das Momentum schnell wieder auf ihre Seite durch Abschüsse zu ziehen. Das strategische Tauziehen im Weltraum entfaltet schnell seinen Reiz, weil nicht nur die Kämpfe an sich immer wieder sehr abwechslungsreich ausfallen, sondern sich der strategische Fokus zwangsläufig immer wieder verschiebt. Sowohl im Luftkampf als auch im Flottenkampf ist gemeinsame Vorgehensweise förderlich: Oft lassen sich Widersacher bspw. zu zweit deutlich einfacher vom Sternenhimmel holen.

 

Star Wars: Squadrons kommt mit Crossplay und breiter Unterstützung

Star Wars Squadrons TIE Fighter
Ob für die Neue Republik oder das Imperium: Die Macht liegt in eurer Hand!      EA

Der Schlüssel zum Erfolg ist dabei, wie so oft, das perfekte Handling der Sternengleiter: Ausweichmanöver, die Verlagerung der Energie in den richtigen Momenten und die perfekte Dosis Schub können die entscheidenden Nuancen in den chaotischen und flotten Sternengefechten sein, die über Sieg oder Niederlage entscheiden. Wer sich statt Gamepad bzw. Maus/Tastatur noch mehr Immersion holen möchte, darf sich freuen, dass steuerungstechnisch auch alle gängigen HOTAS (Hands-On-Stick-Snd-Throttle) Eingabegeräte für PS4, Xbox One und PC unterstützt werden. Besonders immersiv wird es auch dank VR: So lässt sich das komplette Spiel, sowohl im Einzelspieler- als auch im Multiplayer komplett in Virtual Reality erleben. Auch hier wird eine Vielzahl von Plattformen auf PC und auf PS4 (PSVR) unterstützt. Die VR-Funktion des Spiels testen wir zu in Kürze nach. Außerdem unterstützt "Star Wars: Squadrons" auch Crossplay auf allen Plattformen, was sich natürlich auch deaktivieren lässt. Vorbildlich!

Technisch hinterlässt "Star Wars: Squadrons" in der uns vorliegenden Origin-Fassung für PC einen hervorragenden Eindruck: Selbst in Ultra-Auflösung mit 1440p erreichen wir mit einer mittlerweile etwas betagten GTX 1080 noch deutlich über 100 Bilder pro Sekunde. Ein Grafikwunder ist "Squadrons" zwar nicht, doch die vielen liebevollen Cockpit-Details, die tolle Weltraum-Szenerie sowie die netten Explosionen machen definitiv einen guten Eindruck.

 

Star Wars: Squadrons - Unser erstes Testfazit

Das Weltraumspiel, das sich "Star Wars"-Fans schon immer gewünscht haben: So lässt sich "Star Wars: Squadrons" in aller Kürze sehr gut zusammenfassen. EA Motive zeigen in allen Bereichen des Spiels sehr viele Liebe zum Detail: Sowohl die Präsentation, als auch die sehr ausgeklügelte Spielmechanik beeindrucken sowohl im Einzelspieler als auch Multiplayer. Ein endgültiges Urteil fällen wir allerdings erst, wenn wir den Multiplayer-Aspekt nach Launch noch ausführlich angetestet haben sowie die vielversprechende VR-Erfahrung. Bei "nur" zwei Multiplayer-Spielmodi bleibt auch abzuwarten, wie viel Langzeitmotivation „Star Wars: Squadrons“, trotz Ranking-System im Flottengefecht, wirklich bieten kann.

Bis dahin bleibt jedoch festzuhalten: EA Motive ist es (fast) perfekt gelungen die flotten und spektakulären Weltraumgefechte des "Star Wars"-Universums tatsächlich auch würdig als Spielerfahrung zu transportieren. 

Star Wars: Squadrons erscheint am 02. Oktober 2020 für PS4, Xbox One und PC. Das Spiel kann hier bei Amazon vorbestellt werden. Einen Trailer zum Spiel seht ihr hier:

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Text: David Rams

 

 



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