Kino

"Star Wars: Episode VII": "Rey" Daisy Ridley im Exklusiv-Interview!

Ist Sie der neue Stern im "Star Wars"-Universum? Zumindest hinterlässt Daisy Ridley als Rey in "Star Wars: Das Erwachen der Macht" einen bleibenden Eindruck neben Altstars wie Harrison Ford und Carrie Fischer. Doch, wie hat die junge Daisy Ridley von ihrer Lebensrolle erfahren? Und wie war es neben „Han Solo“ persönlich zu spielen? Das hat Intouch Online-Kollege Thilo Schmidt im exklusiven Interview zu „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ von der britischen Newcomerin erfahren.

Daisy Ridley Rey Star Wars
Daisy Ridley ist als Rey in "Star Wars: Das Erwachen der Macht" der neue Stern des "Krieg der Sterne"-Universums. Und auch neben Altmeistern wie Harrison Ford und Carrie Fisher macht die Neue eine gute Figur. Disney

Wie hast du dich gefühlt, als du die Zusage für die Rolle bekommen hast?

Daisy Ridley: „Es war nicht so, dass es den einen Anruf gab. Es gab etwa fünf Castings über sieben Monate verteilt. Und dann hieß es „warten“! Und dann plötzlich rief mich J.J. Abrams an, als ich im Theater saß. Das war total verrückt. Als ich nach dem Anruf zurückkam, durfte ich den Leuten mit denen ich dort war nichts sagen. Die ersten drei Monate durfte ich außer mit meinen Eltern und meinen Geschwistern mit niemanden sonst über die Rolle reden.“

Wer war die erste Person, der du es verraten durftest?

„Meine Mutter und meine Schwester saßen in der Küche und ich sagte: ‚Ich hab Star Wars‘! Und dann hab ich es meinem Vater gesagt, der schon geschlafen hatte und erst gar nicht richtig reagierte. Am nächsten Tag rief er mich an und sagte: ‚Deine Mutter hat da was von einer Rolle erzählt. Stimmt das‘?- ‚Dad, das hab ich dir selbst erzählt‘!

Das klingt ziemlich unaufgeregt. Gibt es in deiner Familie große „Star Wars“-Fans?

„Eigentlich nicht so. Mein Vater hat mir obendrein erzählt, dass er eigentlich ‚Star Trek‘ lieber mochte. Aber meine Eltern sind generell keine „Fans“. Es gab nie besondere Musik oder besondere Filme, die sie toll fanden.“

Star Wars Daisy Ridley BB8
Rey (Daisy Ridley) mit Ball-Droide BB8

Hattest du richtiges Kampf-Training?

"Es war eher normales Fitnesstraining und Stunt-Training. Da musste ich dann auch erstmal dicht halten, als Freunde fragten, warum ich plötzlich so muskulös geworden bin. Aber von Kampftraining würde ich nicht sprechen. Meine Trainerin und mein Stunt-Double: Das sind ausgebildete Martial Arts-Experten."

Wie war deine Beziehung zu „Star Wars“ bevor du die Rolle bekommen hast?

"Das war ein bisschen wie die Beziehung zu einem entfernten Cousin. Ich wusste, dass es dieses Filmuniversum gibt. Ich hab es auch schon mal gesehen. Aber eng war das nie. Je mehr ich mich damit befasste, merkte ich aber, wie viel ich schon darüber wusste, weil es einfach überall in der Pop-Kultur zu finden ist. Das war ganz verrückt zu merken ‚Hey, den kenn ich doch!‘

Hättest du je geglaubt die Rolle kriegen zu können?

Ein Freund von mir, der als Visagist arbeitet, erzählte mir von dem Film und ich hatte da so ein komisches Gefühl, dass ich mich dafür wirklich vorstellen sollte. Meine ersten beiden Castings waren schrecklich, aber irgendetwas sagte mir, dass es trotzdem das Richtige war, es zu versuchen. Und obwohl ich die Rolle habe, sind manchmal immer noch Zweifel da. Die Leute könnten sich ja fragen, warum ausgerechnet ich die Rolle unter so vielen Bewerbern bekommen habe."

Das bedeutet auch eine Menge Druck…

"Nicht so viel wie für J.J. Abrams. Die Fans erwarten vor allem von ihm sehr viel."

Wie war es Harrison Ford und den anderen „Star Wars“-Legenden am Set zu begegnen?

Ermutigend! Wir konnten sie vor dem Dreh natürlich alle schon einmal treffen. Harrison Ford ist einfach Han Solo und Indiana Jones. Das ist schon verrückt darüber erstmal hinwegzukommen. Wenn man mit den Menschen jedoch redet, werden sie auch schnell ganz menschlich für einen selbst.

Star Wars Daisy Ridley
Daisy Ridley auf der Weltpremiere von "Star Wars: Das Erwachen der Macht"

Wie nennst du ihn? Harrison oder Mr. Ford?

(lacht) Er heißt Harrison! Stell dir das doch mal vor am Set, wenn ich mich als Ms. Ridley vorgestellt hätte. Nein, er ist Harrison für mich.

Mit so einer großen Rolle dürften deine Berufswünsche alle erfüllt sein. Was wünscht du dir für die nächsten Jahre?

Wenn der Rest meines Lebens genauso glücklich wird, wie die letzten vier Jahre, dann wird schon alles gut werden.

Bist du auch privat so eine toughe Person wie Rey?

Naja, Rey ist ja nicht nur die einsame Draufgängerin, die sich alleine durchkämpft. Sie entwickelt sich schon über den ganzen Film hinweg und zeigt auch andere Seiten. Aber ein bisschen tough bin ich auch (lacht).

Was unterscheidet Rey von Prinzessin Leia oder Prinzessin Amidala?

Sie ist nicht in einer wohlhabenden Familie aufgewachsen. Sie musste jeden Tag für sich kämpfen, um zu überleben.

Wie ist es dein Gesicht überall zu sehen und erkannt zu werden?

Es wird immer mehr, ich hoffe nur, dass sie Menschen nicht genervt davon sind, mich gerade überall sehen zu müssen. Es ist komisch, aber irgendwie auch total spannend.

Wie bist du grundsätzlich zur Schauspielerei gekommen?

Ich war ein aufgedrehtes Kind und damit ich mich auspowern konnte hat mich meine Mutter zum Tanzunterricht geschickt. Dann habe ich mich irgendwann verletzt und habe stattdessen dann Schauspielerei gemacht. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass irgendwann ein Punkt kam, an dem ich sagte: Ich will das beruflich machen. Eigentlich wollte ich immer im Zoo arbeiten, weil ich Affen so liebe (lacht)!

Gibt es schon verrückte Gerüchte über dich?

Ich habe irgendwann mal erzählt, dass ich Steppunterricht hatte. Genau einmal. Seitdem glauben die Leute, ich wäre die große Stepptänzerin. Aber ansonsten gibt es über mich nicht so viel zu wissen. Ich bin einfach ein ganz normales Mädchen.

Interview: Thilo Schmidt



Tags:
Das könnte Sie auch interessieren
TV Movie empfiehlt