Kino

"Star Trek Beyond": Alles zum neuen Sci-Fi-Kracher von Justin Lin!

Die neue Enterprise-Crew hebt zum dritten Abenteuer ab: In "Star Trek Beyond" spielt Regisseur Justin Lin äußerst gekonnt mit den Wurzeln der Saga. Doch ein kleiner Beigeschmack bleibt nicht nur wegen dem tragischen Verlust von Anton Yelchin übrig.

„Der Weltraum. Unendliche Weiten. Das sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise…“ – mit diesen Worten leitete Sci-Fi-Guru Gene Roddenberry Mitte der 1960er Jahre die Geburtsstunde von "Star Trek" ein. Unzählige Serien- und Filmableger und eine treue Fanschar halten die Weltraum-Saga auch über 50 Jahre nach ihrem ersten TV-Abenteuer lebendig. Und die Ankündigung einer brandneuen "Star Trek" CBS-Serie sorgte bei alteingesessenen Enterprise-Fans zuletzt für feuchte Augen.

"Star Trek" Quinto Urban

Als J.J. Abrams (Star Wars -  Episode VII) im Jahr 2009 eine Kino-Neuauflage der "Star Trek"-Saga ankündigte, war die Sorge bei eingefleischten Trekkies jedoch äußerst groß. Doch der Hollywood-Liebling lieferte eine beeindruckende, mitreißende und liebevolle Neuinterpretation der Weltraum-Saga ab, die vor allem mit rassiger Action, fantastischen Effekten und einem grandiosen neuen Darstellerensemble punktete.

Worum geht’s in „Star Trek Beyond“?

Nach einer gelungenen Fortsetzung in "Star Trek Into Darkness" (2012) fungiert Abrams im dritten Teil der Neuauflage nur noch als ausführender Produzent. Stattdessen übernimmt „Fast & Furious“-Regisseur Justin Lin das Steuer der U.S.S. Enterprise und schickt die Crew auf eine fünfjährige Mission in die Weiten des Weltraums, auch wenn sich langsam aber sicher eine mühselige Routine im Alltag von Captain Kirk (Chris Pine) und Co. einschleicht.

Bei einer Rettungsmission in der Nähe des Planeten Altamid gerät die Enterprise in einen perfiden Hinterhalt: Der mysteriöse Krall (Idris Elba) startet einen Angriff auf das Föderationsschiff und zwingt Kirk, Spock (Leonard Nimoy) und die gesamte Schiffs-Crew zu einer gefährlichen Bruchlandung. Während ein Teil der Truppe in die Gefangenschaft von Kralls-Truppen gerät, schmiedet der Rest einen hochgefährlichen Ausbruchsplan.

Was ist gut an "Star Trek Beyond"?

Kaum zu glauben, aber tatsächlich liefert „PS-Experte“ Justin Lin vielleicht den bisher originalgetreuesten „Star Trek“-Film seit der ersten Ausstrahlung von „Raumschiff Enterprise“ ab. Die Geschichte, die sich überwiegend auf Altamid abspielt, wirkt positiv altmodisch: Die Enterprise-Crew muss sich auf einem neuen Planeten zurechtfinden, gerät in Hinterhalte und schmiedet Koalitionen mit fremden Völkern: All das ist ganz im Geiste von Gene Roddenberrys Grundidee und dem Charme, der die 1960er Jahre-Serie so einzigartig gemacht hat.

Paradoxerweise wirken gerade die Action-Szenen, die Justin Lin eigentlich formvollendet beherrschen sollte, oftmals wie unnötige Fremdkörper: Weder bei den Weltraumschlachten, noch im Bodenkampf auf Altamid kann Lin den Zuschauer so richtig mitreißen. Immer wieder plätschert die Geschichte deshalb trotz viel "BumBum" auf der Leinwand dahin. Dennoch ist "Star Trek Beyond" ein gelungener Sommerblockbuster, auch dank des gut aufgelegten Ensembles und der insgesamt stimmigen Atmosphäre.

Der Abschied von Anton Yelchin

"Star Trek" Yelchin Pine
Chekov (Anton Yelchin) und Kirk (Chris Pine) auf Mission im Feindesland! 

Wenige Wochen vor Kino-Veröffentlichung ist "Chekov"-Darsteller Anton Yelchin bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommen. Tatsächlich ist der Witz und die Spielfreude des „Star Trek“-Darstellers eine richtige Bereicherung für „Star Trek Beyond“ – und wird im nächsten Film definitiv fehlen. Produzent J.J. Abrams bestätigte in einem Interview, dass definitiv kein anderer Darsteller in der Rolle eingesetzt werden wird. 

Für TV-Movie.de berichtet David Rams

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