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Staffel 16 | "Rote Rosen": GZSZ-Star Oliver Franck über dunkle Vergangenheit seiner Rolle

Seit dem 07. Januar läuft die 16. Staffel "Rote Rosen". Neben Gerit Kling ist auch GZSZ-Star Oliver Franck neu dabei. TV Movie Online traf ihn zum Interview.

Staffel 16 | "Rote Rosen": GZSZ-Star Oliver Franck über die dunkle Vergangenheit seiner Rolle
Luke (Oliver Franck, l.) gelingt es charmant, Britta (Jelena Mitschke, r.) zu einem gemeinsamen Kaffee einzuladen. Foto: Bild: ARD/Nicole Manthey

Eine neue Staffel "Rote Rosen" und damit auch neue Schauspieler! Neben Hauptdarstellerin Gerit Kling, die die neue 'Rose' verkörpert, ist auch Oliver Franck in Staffel 16 zu sehen. Der TV-Star war im letzten Jahr in der Rolle des Martin Ahrens in der Erfolgs-Daily GZSZ zu sehen.

In der Serie spielte er einen gewalttätigen Ehemann - nicht gerade eine Rolle, der die Sympathien der Zuschauer zuflogen. Aber auch seine Figur in "Rote Rosen" ist nicht frei von Fehlern. Oliver Franck spielt den genialen Investment- und Anlagebetrüger Luke Behrens, der in Lüneburg ein neues Leben anfangen will.



Mit "TV Movie Online“-Redakteurin Janna Fleddermann sprach der Schauspieler über die Besonderheiten seiner neuen Rolle, die großen Unterschieden zwischen "Rote Rosen" und GZSZ und enthüllt, ob seine Rolle Luke in Lüneburg vielleicht sogar eine Frau kennenlernen könnte.

tvmovie.de: Ihre Rolle Luke wird als "genialer Investment- und Anlagebetrüger" beschrieben. Wie muss man sich ihn vorstellen?

Oliver Franck: "Er ist nicht so genial, dass es nicht aufgefallen ist, was er getan hat, deshalb ‚genial‘ in Anführungsstrichen. Er hat im Knast in Holland gesessen. Er kommt dann unvermittelt nach Lüneburg und platzt da in das Leben der anderen rein und hofft, dass er dort die Möglichkeit bekommt, ein normales Leben zu führen. Er ist kein fieser Typ. Der hat einen Fehler gemacht, war jetzt nicht das Intelligenteste, er war einfach raffgierig und enttäuscht, weil seine Firma ihn über seine Patente über den Tisch gezogen hat. Er hat dann gedacht, ihm steht etwas zu, was ihm nicht zusteht. Das war ein großer Fehler und das hat er, glaube ich, auch eingesehen. Aber auf menschlicher Ebene und von der Art und Weise wie er versucht, wieder ins Leben zurückzufinden, ist Luke einer, mit dem würde ich auf jeden Fall mal ein Bier trinken. Also, eine WG würde ich jetzt nicht mit ihm gründen, aber ein Bier trinken gehen und schauen, ob man sich mal zum Fußball trifft? Definitiv."

Könnte Luke in Lüneburg eine Frau kennenlernen?

"Es ist natürlich so, dass er nicht nur im Beruflichen versucht anzukommen, sondern auch im privaten. Es gibt da durchaus einige Situationen, wo er nicht abgeneigt ist und vielleicht auch die Frauen nicht so abgeneigt sind.“

Warum hat die Rolle in "Rote Rosen" Ihr Interesse geweckt?

"Mich reizt die Arbeit an einer Daily. Als Schauspieler ist es natürlich toll, einfach mal durchgehend zu arbeiten. Das hat man ja ganz oft nicht, es sei denn, man ist am Theater fest beschäftigt, was dann aber sehr familienunfreundliche Arbeitszeiten bedeutet. In einer Serie hat man die Möglichkeit, tagsüber zu arbeiten und abends bei der Familie zu sein und das ist natürlich toll. Man hat die Möglichkeit, auch länger Rollen zu bearbeiten und tiefere Ebenen dieser Figur zu finden."

Sie haben Zwillinge im Alter von dreieinhalb Jahre. Wei gut ist Ihr Familienleben mit dem Job als Schauspieler vereinbar?

"Ich kann mir jetzt ja nicht in meinen Vertrag schreiben lassen, ich möchte bitte die Kinder zur Kita bringen und abends wieder abholen, das kann ja kein Mensch garantieren. Es klappt mal, dann freue ich mich, und wenn es nicht klappt, ist es auch okay. Als Schauspieler musst du in der Lage sein, auch außerhalb der Familie zu arbeiten und nicht da zu sein, das muss auch kompensiert werden, aber wenn es dann mal klappt, ist es natürlich für alle Beteiligten toll."

Was ist der größte Unterschied zwischen "Rote Rosen" und GZSZ?

"Der Unterschied zwischen "Rote Rosen" und GZSZ ist primär das Volumen. GZSZ ist ja einfach werbebereinigt viel kürzer - "Rote Rosen" läuft glaube ich 45 Minuten am Tag. Das ist schon sehr viel. Da muss man schon sehr viel Text lernen, es ist sehr viel mehr Arbeit als mancher denkt."

Im letzten Jahr waren Sie in der Erfolgsserie GZSZ zu sehen, stiegen aber nach kurzer Zeit wieder aus. Warum?

"Das war von Anfang an klar, dass das eine befristete Geschichte ist. Das Thema war ja häusliche Gewalt und es war klar, dass man diese Geschichte nicht ewig lange erzählen kann und sich die Frau von ihrem prügelnden Ehemann lösen muss. Dementsprechend war klar, dass meine Figur auf irgendeine Weise die Serie verlässt."

Wenn Sie sich eine Schlagzeile wünschen könnten, die in zehn Jahren über Sie geschrieben wird, welche wäre das?

"Da sollte dann stehen: Ehemann, Vater, Schauspieler - ‚hat er gut gemacht‘. Wenn das alle sagen, würde ich mich freuen."

 


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