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Squid Game: Netflix muss diese Szenen entfernen

Der Streamingriese Netflix hat angekündigt, die Erfolgsserie "Squid Game" noch einmal bearbeiten zu wollen.

„Squid Game“ Staffel 2: Start, Inhalt, Darsteller:innen der Netflix-Serie
"Squid Game" hat einen riesigen Hype ausgelöst. Das bekommt auch eine Dame aus Südkorea zu spüren. Foto: Netflix

Die südkoreanische Netflix-Serie "Squid Game" feiert weltweit riesige Erfolge. So riesig sogar, dass die Produktion die bislang meistgestreamte Serie der Plattform, "Bridgerton", mit knapp über 80 Millionen Zugriffen in 28 Tagen schon bald ablösen könnte.

Das große Interesse an dem Format dürfte unter anderem in der Story begründet sein, die an die "Hunger Games"-Trilogie und Steven Kings "Menschenjagd" erinnert. 456 Menschen, die finanziell in jeder Menge Schwierigkeiten stecken, wird auf der Straße von einem unbekannten Anzugträger ein verlockendes Angebot gemacht: Sie können an Kinderspielen teilnehmen und damit 45,6 Milliarden Won, umgerechnet etwa 33 Millionen Euro, gewinnen. Sie ahnen anfangs nicht, dass das Ganze auch einen Haken hat: Wer verliert, wird massakriert.  

 

Netflix löscht Telefonnummer aus "Squid Game"

Teilnehmen kann nur, wer eine bestimmte Telefonnummer wählt, die der Anzugträger Interessierten auf einer Visitenkarte überreicht. Offenbar inspiriert von Seong Gi-hun, dem Helden der Geschichte, wollten auch zahlreiche Netflix-Zuschauer ihr Glück im "Squid Game" versuchen und probierten, die in der Serie deutlich erkennbare Nummer zu erreichen. Sehr zum Leidwesen einer Südkoreanerin, die seit dem Start der Serie tausende Nachrichten und teils bis zu 4.000 Anrufe täglich erhält! Die Nummer in der Serie ist nämlich keine fiktive - tatsächlich landeten alle Glückssuchenden bei einer realen Person, der die Telefonnummer gehört. 

Laut der Nachrichtenagentur Reuters sehen sich Netflix und die Produktionsfirma Siren Pictures nun gezwungen, die entsprechenden Szenen in "Squid Game" zu bearbeiten und die abgebildete Nummer herauszulöschen. "Zusammen mit der Produktionsfirma arbeiten wir daran, diese Angelegenheit zu klären, einschließlich der Bearbeitung von Szenen mit Telefonnummern, wo dies notwendig ist", so ein Statement von Netflix. Die Plattform forderte seine User:innen auf, von weiteren Anrufen abzusehen.

Zuvor hatte der Streamingriese gemeinsam mit der Produktionsfirma erklärt, absichtlich nur die letzten acht Zahlen der Nummer gezeigt zu haben. Man sei sich nicht bewusst gewesen, dass automatisch die Vorwahl hinzugefügt werde, wenn die Telefonnummer gewählt würde.

 

Netflix bietet Entschädigung an

Laut dem lokalen Fernsehsender SBS habe die betroffene Dame, die in der südlichen Region Seongju ein Geschäft betreibt, ihre Telefonnummer aufgrund ihrer Kundenkontakte nicht ändern können. Ohnehin gelten Telefonnummern in Südkorea als Mangelware.

Wie der Sender weiter berichtet, habe die Betroffene eine Entschädigung von einer Million Won (ca. 720 Euro) abgelehnt, inzwischen jedoch ein Angebot von bis zu fünf Millionen Won (ca. 3.600 Euro) erhalten. Weder Netflix noch Siren Pictures haben sich bislang dazu geäußert.

 


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