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Sophie Turner: „Fat-Shaming“ wegen „Game of Thrones“ – So mies verhielten sich die Fans

Sophie Turner gehört aktuell zu den gefeiertsten Schauspielerinnen überhaupt. Trotzdem plagten sie jahrelang Selbstzweifel. Schuld daran sind „Game of Thrones“-Fans.

Game of Thrones: Sansa Stark (Sophie Turner)
Sophie Turner: „Fat-Shaming“ wegen „Game of Thrones“ – So mies verhielten sich die Fans. Foto: HBO

Die 23-jährige „X-Men“- und „Game of Thrones“-Darstellerin Sophie Turner steht seit ihrem 15. Lebensjahr im Rampenlicht. Die Serien-Adaption von George R. R. Martins Fantasy-Romanen machte die Engländerin weltberühmt und brachte ihr acht Nominierungen für diverse Schauspielpreise ein, drei davon (Empire Hero Award, Glamour Award und EWwy Award) gewann sie sogar.

Doch während ihre Serienfigur Sansa Stark sich im Verlauf von „Game of Thrones“ von einem schüchternen, unterdrückten Mädchen zur selbstbewussten, selbstbestimmten Frau wandelte, lässt sich Sophie Turner bis heute schnell unsichern. Das verriet sie in einem Interview mit (TV-)Psychologe Phil McGraw alias „Dr. Phil“, der in den Neunzigerjahren durch die „Ophrah Winfrey Show“ bekannt wurde.

 
 

Fiese Sprüche über ihre Serien-Figur Sansa gehörten zu den Auslösern für Sophie Turners Depression

Mit ihm sprach Turner nicht nur offen über ihre Depression, sie verriet auch, welchen Part „Game of Thrones“ in Bezug auf ihre Krankheit spielte. „Alles war super. Das änderte sich aber, als ich in die Pubertät kam und sich mein Stoffwechsel verlangsamte und ich an Gewicht zulegte. Dann kamen die prüfenden Blicke aus den sozialen Netzwerken hinzu. Das war der Punkt, an dem es mich erwischte!“, erklärt Turner im Gespräch. Social Media sei zwar nicht der Grund gewesen, dass sie Depressionen bekommen habe (immerhin handle es sich dabei um ein chemisches Ungleichgewicht im Gehirn), die Anfeindungen dort seien jedoch einer der Auslöser gewesen.

Die fiesen Kommentare richteten sich dabei laut Turner vor allem gegen ihre Serien-Figur Sansa. „Sansa ist fett geworden“ oder „Sansa sollte dringend wieder zehn Pfund abspecken“ seien zum Beispiel Kommentare gewesen, die Turner gekränkten und verunsicherten. Neben gemeinen Sprüchen über ihr Gewicht habe man sie zusätzlich wegen Hautunreinheiten oder ihrer „hölzernen Art zu Schauspielern“ beleidigt.

Am „Game of Thrones“-Set bat sie die Crew daher häufig, ihr Korsett noch enger zu schnüren. Sie sei immer unsicherer geworden, so Turner weiter und habe sich schließlich sogar für ihre Nase geschämt, die sie als zu groß empfand. „Es hat mich kreativ beeinflusst. Ich konnte der Figur nicht mehr gerecht werden, weil ich so mit ‚Sophie‘ beschäftigt war“, erzählt sie Dr. Phil.

Die einzige Person, der sie sich anvertraut habe, sei „Game of Thrones“-Co-Star und beste Freundin Maisie Williams gewesen, die im Übrigen ähnliche Probleme gehabt habe. Gemeinsam zogen sich die beiden immer mehr zurück, kauften sich Snacks und aßen diese im Bett. Mit der Zeit habe Turner sich immer mehr isoliert, zu nichts mehr Lust gehabt und sich kaum noch vor die Tür getraut – nicht einmal um Freunde zu treffen.

Heute geht es Turner besser. „Ich kann mich jetzt mehr lieben als früher und ich bin mit jemandem zusammen, der mir vor Augen führt, dass ich sehr wohl tolle Eigenschaften habe. Wenn dir jemand jeden Tag sagt, dass er dich liebt, dann hilft das […].“ Die sozialen Medien versucht sie heute zu meiden. Auch jahrelange Therapie und Medikamente haben ihr geholfen, ihre Depressionen in den Griff zu bekommen.

„Diese Leute kennen dich nicht. Sie würden dir alle das nie ins Gesicht sagen. Es sind bloß Tastatur-Mobber. Im echten Leben würden sie vermutlich nicht einmal mit dir sprechen, sondern sich in die Hose machen“, bestärkt Dr. Phil den „Game of Thrones“-Star, die Kommentare in Zukunft zu ignorieren oder weniger an sich heranzulassen.

Was Sophie Turner sonst noch im Interview verriet, erfahrt ihr hier:

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Menschen, die im Netz mit Beleidigungen und fiesen Kommentaren um sich werfen, dürfte (oder sollte) Sophie Turners Geschichte eine Lehre sein!

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