Fernsehen

Soap-Star "XXL-Ostfriese" Tamme Hanken ist tot

Als „XXL Ostfriese“ und „Knochenbrecher“ wurde Tamme Hanken berühmt: Nun ist der Doku-Soap-Star überraschend im Alter von nur 56 Jahren gestorben.

Er kurierte Wehwehchen von Hunden, Pferden oder Rentieren: Nun ist Tamme Hanken völlig überraschend gestorben. Wie die Filmproduktion Dreiwerk Entertainment in Köln mitteilte, sei der Tierheilkundler am Montag an Herzversagen gestorben.

Der Pferdeflüsterer ist seit 2008 vielen durch seine NDR- und Kabel eins-Formate als „Knochenbrecher on Tour“ (nach einer traditionellen ostfriesischen Bezeichnung) und „XXL-Ostfriese“ an Herz gewachsen. Zudem war er in zahlreichen Talkshows wegen seiner lockeren Art und witzigen Sprüche ein gern geladener Gast.

Tamme Hanken
"XXL Ostfriese" Tamme Hanken ist im Alter von 56 Jahren überraschend gestorben. getty

Berührende Abschiedsworte

Tamme Hanken hinterlässt seine Ehefrau Carmen. Zusammen mit ihr hatte er eine Pferde-Reha-Einrichtung im Landkreis Leer in Niedersachsen betrieben. In bewegenden Worten nahm sie nun Abschied von ihrem Mann: „Liebe Fangemeinde von Tamme, ich wollte euch gerne neue schöne Nachrichten von uns übermitteln“, schreibt sie auf Facebook. „Mein Tamme ist heute überraschend über die Regenbogenbrücke gegangen.“

14 gemeinsame Jahre habe sie mit einem besonderen Menschen verleben dürfen und sei glücklich, dass Tamme so viele berührt habe. „Finde einen schönen Platz im neuen Reiche mein Schatz - ich werde Dich immer ganz fest in meinem Herzen behalten. Dein größter Fan, Carmen.“

Tamme Hankens Fangemeinde trauert

Im Internet geben auch seine Fans ihrer Trauer Ausdruck. So schrieb eine Twitter-Userin: „Tamme Hanken war ein Pferdegott und unterhaltsamer Mensch. So traurig.“


Begeistert hatte der 206-Meter große und etwa 140 Kilogramm schwere Mann vor allem wegen seiner doch so feinfühligen Art, auch mit kleinsten Tieren umzugehen. Tierbesitzer aus der ganzen Welt suchten seinen Rat: Ob aus Deutschland, der Schweiz, der Mongolei oder den USA. Die Fähigkeiten des „ostfriesischen Knochenbrechens“ hatte Tamme Hanken von seinem Großvater gelernt, die er selbst so beschrieb: „Wenn ich etwas anfasse, dann kommen Bilder. Ich scanne und ich fühle. Temperatur, Geruch. Gucken, Fühlen. Das ist die Kunst des Knochenbrechens.“

Um ihm zu gedenken, sendet NDR am kommenden Mittwoch ab 20.15 Uhr mehrere Sondersendungen. „Frei im Geist, dem Leben zugewandt, unabhängig, neugierig auf Mensch, Tier und Natur, dabei friesisch herb und urkomisch. Er wird uns fehlen“, so NDR-Intendant Lutz Marmor.

 


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