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Sky-Moderator Jörg Dahlmann erhebt Mobbing-Vorwurf | Sender äußert sich zur Kritik

Nachdem Kommentator Jörg Dahlmann Japan als „Land der Sushis“ bezeichnet hatte, beendete Sky die Zusammenarbeit. In einem neuen Zeitungsinterview kritisiert Dahlmann die Vorgehensweise des Senders und wirft den Verantwortlichen Mobbing vor. 

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Kommentator Jörg Dahlmann wurde von Sky entlassen. Jetzt wirft er dem Sender Mobbing vor.
Inhalt
  1. Sky: Harte Vorwürfe von Jörg Dahlmann an den Pay-TV-Sender
  2. Sky: Dieser Spruch von Jörg Dahlmann kam auch nicht gut an
  3. Sky: Dahlmann rechnet mit Sky ab
  4. Sky äußert sich zu Dahlmann

Einige Monate ist es nun schon her, dass der Pay-TV Sender Sky den Kommentator Jörg Dahlmann entließ. Grund für den Rauswurf waren vermeintlich rassistische Äußerungen des 61-Jährigen. In einem Zeitungsinterview dementierte der ehemalige Sport1-Kommentator, der 2017 zu Sky wechselte, die Vorwürfe. Außerdem warf er seinem Ex-Arbeitgeber Mobbing vor. 

 

Sky: Harte Vorwürfe von Jörg Dahlmann an den Pay-TV-Sender

„Was sie mit mir gemacht haben, ist allerfeinstes Mobbing!“, ist sich Jörg Dahlmann sicher. Sein Rauswurf bei Sky sei „purer Aktionismus“ gewesen, wie der Kommentator jetzt in einem „Bild am Sonntag“-Interview erklärte. Doch das ist noch nicht alles, was er dem Sender vorwirft. Für ihn habe der Spruch, dass Japan das „Land der Sushis“ sei, nichts mit Rassismus zu tun, er sei „nur ein Synonym gewesen“. Der Sender habe einen „Riesenfehler“ gemacht, ihn deswegen zu kündigen. Er ist sich sicher, dass die Verantwortlichen sich bei dieser Entscheidung von Twitter-Hatern leiten ließen: „Diese Empörungsgemeinde hat die Politik des Senders beeinflusst. Ich empfinde die Reaktionen von Sky einerseits als traurig, andererseits als unprofessionell“. Es sei eine „journalistische Bankrott-Erklärung“ des Senders, legt Dahlmann nach. Sky-Redaktionsleiter Mario Nauen und Sportchef Charly Classen warf er im Interview noch „schlechtes Management“ vor. 

 

Sky: Dieser Spruch von Jörg Dahlmann kam auch nicht gut an

Die Aussage über Japan war nicht die erste des 61-jährigen Kommentators, die für reichlich Diskussionsstoff sorgte. Erst wenige Monate davor, hatte Dahlmann einen unüberlegten Spruch über die damalige Freundin des Fußballers Loris Karius gemacht. Der Spieler hatte bei einem Spiel nur auf der Bank gesessen, woraufhin Dahlmann geschlussfolgert hatte, dass Freundin Sophia Thomalla dafür verantwortlich sei. Er sagte: „Für so eine Kuschelnacht mit Sophia würde ich mich auch auf die Bank setzen“. Dieser Spruch wurde von vielen als sexistisch aufgefasst. Es lässt sich vermuten, dass nach dem Sushi-Spruch das Maß voll war und der Sender sich deshalb schließlich von Dahlmann trennte. 

 

Sky: Dahlmann rechnet mit Sky ab

Doch Dahlmann ist sich keiner Schuld bewusst. Er erklärte im „Bild am Sonntag“-Interview, dass er denke, dass bei Sky nur noch „spaßbefreite Chefs“ arbeiten würden. „Ich kann meinen Reporter-Stil, den ich fast 40 Jahre bewahrt habe, doch im letzten Jahr nicht umstellen. Ich kommentiere so, wie ich nunmal rede. Und nicht so lehrermäßig, wie manche das tun", so der Kommentator weiter. Seine Antwort auf den Rauswurf: Eine Autobiografie mit dem Arbeitstitel: „Sushis und Luschis - soll'n sie mich doch rauswerfen“. Sky hat sich zu den Vorwürfen bisher noch nicht geäußert. 

 

Sky äußert sich zu Dahlmann

Der Sender möchte die Vorwürfe nicht so stehen lassen. Gegenüber „TV Movie Online“ äußerte ein Sprecher: „Die wiederholten Äußerungen von Jörg Dahlmann entsprechen nicht den Tatsachen und sind als klar diffamierend einzustufen. Ganz entschieden weisen wir vor allem jeglichen Vorwurf zurück, dass Sky Jörg Dahlmann in der Diskussion jemals mit Rassismus in Verbindung gebracht habe. In der Vergangenheit haben zahlreiche Gespräche zwischen Sky und Jörg Dahlmann stattgefunden, die einen verantwortungsvollen Umgang mit Sprache zum Thema hatten. Jörg Dahlmann, der regelmäßig vor einem Millionenpublikum kommentierte, hat leider kein Bewusstsein dafür gezeigt, dass er als Multiplikator eine entsprechende Verantwortung trägt. So hatte sich Sky nach dem letzten Vorfall übereinstimmend klar dazu entschieden, den bereits auslaufenden Vertrag mit Jörg Dahlmann mit sofortiger Wirkung zu beenden. Wir weisen ebenso klar zurück, dass Jörg Dahlmann gebeten wurde, eine gemeinsame Erklärung zu unterschreiben.“

 


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