Kino

Sieben Goldene Himbeeren für "Breaking Dawn"

"Schlechteste Regie", "Schlechtestes Ensemble", "Schlechtestes Leinwandpaar" - der Abschluss der Vampir-Saga gewann sie alle. Oder doch fast...

Neben den Oscars wurde an dem vergangenen Wochenende ein weiterer bedeutender Filmpreis verliehen: die Razzie Awards 2013. Der ist bei den Stars und Regisseuren allerdings nicht ganz so beliebt. Schließlich werden hier die größten Abstinker Hollywoods gekürt - oder doch zumindest, wen die Jury dafür hält. Und der große Gewinner des Abends war...: Adam Sandler. Dem wurde für seinen Film "Der Chaos-Dad" dieses Jahr lediglich die Goldenen Himbeere als "Schlechtester Hauptdarsteller" verliehen. Ein Riesen-Erfolg für den bei Kritikern per se eher unbeliebten Comedy-Star. Vergangenes Jahr hat er nämlich für "Jack & Jill" noch in jeder einzelnen Negativ-Kategorie unangefochten den ersten Platz belegt. Die zweifelhafte Ehre des Abräumers unter den Schmäh-Preisen ging dieses Jahr an den Abschluss der "Twilight"-Reihe "Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht, Teil 2". Stattliche sieben Awards konnte das Team der Vampirette mit nach Hause nehmen. Oder hätte es jedenfalls können, wenn es zur Verleihung persönlich vorstellig geworden wäre. Am unpassenden Zeitpunkt kann es wohl kaum gelegen haben: Schließlich werden die "Razzies" traditionell am Vorabend der Oscar-Nacht verliehen - und dann hat sich ganz Hollywood schon längst in L.A. versammelt.

 

Licht und Schatten nah zusammen

Und trotz wenig schmeichelhafter Kategorien wie "Schlechtester Film", "Schlechteste Regie", "Mieseste Fortsetzung" oder gar "Schlimmste Abzocke" - dass die meisten Stars nicht genug Humor haben, selbst bei den Goldenen Himbeeren aufzutauchen, ist betrüblich und entlarvend zugleich. Wie es auch anders geht, zeigte im Jahr 2010 Sandra Bullock: "Verrückt nach Steve" hatte ihr zwar eine Nominierung als "Schlechteste Hauptdarstellerin" eingebracht. Doch der Star, der nur einen Tag später den Oscar für "Blind Side" gewinnen sollte, holte sich seine Himbeere souverän selbst ab - und gewann mit einer witzigen Dankesrede, einer Fuhre Gratis-DVDs und seiner gnadenlos sympathischen Art in Sekundenschnelle die Herzen des Publikums, das die Schauspielerin daraufhin frenetisch feierte und geschlossen zum Instant-Fan mutierte. Eine Chance, die sich Rihanna dieses Jahr entgehen ließ. Die hatte diesmal für ihren Auftritt in "Battleship"den Titel "Schlechteste Hauptdarstellerin" eingefahren - blieb jedoch rollenkonsistent lieber mal abgetaucht.



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