Das Internet trauert

Sie wurde als YouTube-Star „Marmeladenoma“ bekannt: Helga Sofie Josefa verstorben

Trauer um „Marmeladenoma“: YouTube- und Twitch-Star Helga Sofie Josefa ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Die Netzgemeinde trauert.

Marmeladenoma sitzt auf einem roten Sessel bei einer Veranstaltung
Als „Marmeladenoma“ wurde die Seniorin im Netz berühmt: Mit Märchen und Geschichten begeisterte sie hunderttausende Menschen. Foto: IMAGO / APP-Photo

Große Trauer in der Social-Media-Welt: Helga Sofie Josefa, vielen besser bekannt als „Marmeladenoma“, ist tot. Die beliebte YouTube- und Twitch-Streamerin starb am 4. März 2026 im Alter von 94 Jahren überraschend im Kreise ihrer Familie. Noch kurz zuvor hatte sie ihre Community mit Märchen und Geschichten begeistert.

Über Jahre hinweg wurde die Seniorin zu einer echten Kultfigur im Netz. Mit ihrer warmen Stimme, ihrer humorvollen Art und jeder Menge Lebenserfahrung schaffte sie etwas, das im Internet selten ist: Sie vermittelte Ruhe, Herzlichkeit und ein Gefühl von Zuhause – selbst durch den Bildschirm.

Für viele Fans war sie längst mehr als nur eine Streamerin. Sie war die Internet-Oma, die jeden Samstagabend Geschichten erzählte.

Vom Hobby zum Social-Media-Phänomen

Was als kleines Familienprojekt begann, entwickelte sich schnell zu einem echten Internet-Erfolg. 2016 startete Helga Sofie Josefa – bereits weit über 80 Jahre alt – ihre Karriere auf YouTube. Unterstützt wurde sie dabei von ihrem Enkel, der sich um Technik und Organisation kümmerte.

Unter dem Namen „Marmeladenoma“ las sie in Livestreams Märchen, Gedichte und Geschichten vor – häufig Klassiker wie Märchen der Brüder Grimm oder bekannte Balladen. Gerade diese Mischung aus traditionellen Geschichten und ihrer warmherzigen Art machte den besonderen Charme ihrer Streams aus.

Schon bald folgten ihr Hunderttausende Menschen auf YouTube und Twitch. Besonders ihre Samstagabend-Streams wurden für viele Zuschauer zu einem festen Ritual.

Ihr letzter Stream bewegte viele Fans

Umso emotionaler wirkt heute der Blick auf ihre letzten Auftritte. Nur wenige Tage vor ihrem Tod stand die 94-Jährige noch vor der Kamera. In ihrem letzten Livestream las sie unter anderem das Grimm-Märchen „Der Bauer und der Teufel“ sowie die Ballade „Des Sängers Fluch“ von Ludwig Uhland.

Kurz darauf teilte ihre Familie die traurige Nachricht auf den Social-Media-Kanälen mit: Helga Sofie Josefa sei am 4. März um 17:12 Uhr überraschend verstorben, ihre Angehörigen seien in ihren letzten Momenten bei ihr gewesen.

Die Anteilnahme im Netz ließ nicht lange auf sich warten. Unter ihren Videos sammelten sich zahlreiche Kommentare von Fans, die sich für die vielen Stunden voller Geschichten und Wärme bedankten.

Auszeichnungen, Buch und eine große Community

Mit ihrem ungewöhnlichen Erfolg wurde die Marmeladenoma auch über die Streaming-Szene hinaus bekannt. 2019 erhielt sie die „Goldene Henne“ in der Kategorie Online-Stars – eine besondere Auszeichnung für eine Frau, die erst im hohen Alter zur Internet-Persönlichkeit geworden war.

Doch damit nicht genug: 2023 veröffentlichte sie ihre Biografie „Mein Leben ist (k)ein Märchen“. Darin erzählte sie aus ihrem bewegten Leben und verband persönliche Erinnerungen mit ihren liebsten Geschichten.

Privat hinterlässt Helga Sofie Josefa vier Kinder, vier Enkel und sechs Urenkel. Gleichzeitig bleibt auch ihre große Online-Community zurück – eine Fangemeinde, die sie über Jahre hinweg aufgebaut hat und die sich nun von ihrer „Internet-Oma“ verabschieden muss.

Ein besonderer Abschied für die Marmeladenoma

Auch über ihren Tod hinaus soll ihre Stimme weiter gehört werden. Laut ihrer Familie war es der Wunsch der Marmeladenoma, dass ein Livestream zu ihrem Andenken stattfinden soll. Dort sollen Fans gemeinsam Abschied nehmen und an die vielen besonderen Momente erinnern.

Außerdem ist geplant, einen Rückblick auf ihr Leben und ihre schönsten Streams auf YouTube zu veröffentlichen.

Für ihre Community bleibt Helga Sofie Josefa damit unvergessen. Denn die Marmeladenoma hat gezeigt, dass Alter im Internet keine Rolle spielt – solange Geschichten erzählt werden, die Menschen berühren.

Quellen

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