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Shia LaBeouf spielt beleidigte Premierenwurst

Shia LaBeouf spielt beleidigte Premierenwurst
Shia LaBeouf spielt beleidigte Premierenwurst (Kurt Krieger) Kurt Krieger

Die Premiere von "Nymphomaniac" nutzte Shia LaBeouf für einen peinlichen Auftritt. Zuvor war er wütend aus der Pressekonferenz gestürmt.

Mit "Nymphomaniac 1" gibt es aktuell während der Berlinale einen handfesten Skandalfilm zu sehen. Regisseur Lars von Trier läßt darin ein beachtliches Weltstar-Ensemble kreuz und quer allerlei Begierden ausleben. Ungeschnittene Fassung, Pressekonferenz mit Superstars, glanzvolle Premiere - alle Zutaten, um den Film zum Tagesgespräch zu machen. Doch Darsteller Shia LaBeouf versalzte seinen Kollegen die Suppe. Seinen ersten Leberwurst-Auftritt legte LaBeouf schon während der Pressekonferenz mit von Trier, Uma Thurman, Stacy Martin, Christian Slater und Stellan Skarsgård hin. Erst nach - für Shia LaBeouf wohl unerträglich langen - zehn Minuten wurde die erste Frage an ihn gerichtet: Wie er sich denn gefühlt habe in einer Produktion mit so vielen Sexszenen, wollte der Journalist wissen. Der Schauspieler, mit einer frischen Zahnlücke unterwegs, gab eine Antwort der besonders bizarren Sorte: "Die Möwen folgen dem Kutter, weil sie hoffen, dass Sardinen ins Meer geworfen werden. Vielen Dank." Sprachs, stürmte hinaus und ließ den Rest des Ensembles und die Journalisten ratlos zurück.

 

"Mann-der-nicht-mehr-berühmt-sein-will" hat gesprochen

Die weisen Worte sind übrigens geklaut: Der französische Ex-Fußballer Eric Cantona sagte sie bereits 1995 während einer Presserunde. Shia LaBeouf war zum Unwohlsein von Uma Thurman & Co. leider noch nicht fertig damit, sich zum Affen zu machen. Zur Premiere erschien er als erster auf dem Roten Teppich, im feinen Smoking zwar, aber mit Papiertüte auf dem Kopf. Die trug die Aufschrift: "Ich bin nicht länger berühmt." LaBeouf umarmte den völlig perplexen Berlinale-Chef Dieter Kosslick und verschwand wieder. Das obligatorische Darsteller-Gruppenfoto verweigerte er ebenso wie den Auftritt auf der Kinobühne. Dafür stritt er sich mit drei Fans, die in der Hotellobby ein Foto von ihm machen wollten. Begleiter verhinderten in letzter Sekunde eine Keilerei - "Mann-der-nicht-mehr-berühmt-sein-will" ist bekannt dafür, sich mit Fans anzulegen und dabei ordentlich Prügel zu beziehen. Zuletzt musste Shia LaBeouf wenig schmeichelhafte Schlagzeilen ertragen, weil er für einen Kurzfilm aus einem Comic abgekupfert hatte. Auch machte die Crew um Brad Pitt beim Dreh des Panzer-Actioners "Fury" LaBeoufs mangelhafte Körperhygiene öffentlich. "Nymphomaniac 1" ist nur während der Berlinale in ungekürzter Fassung zu sehen. Bundesweiter Kinostart ist der 20. Februar.



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