Fernsehen

Sensationelle TV-Quote für Deutschland-Spiel!

Das EM-Gruppenspiel Deutschland gegen Polen bescherte dem ZDF eine Top-Quote: Rund 26 Millionen Zuschauer verfolgte das eher dröge 0:0-Unentschieden.

Jubelnde Deutschland-Fans
Mega-Interesse: Rund 26 Millionen Deutsche verfolgten das Spiel gegen Polen. (gettyimage)

Mega-Interesse

Die EM in Frankreich interessiert die Deutschen, vor allem wenn die DFB-Elf spielt. Das gestrige Match gegen den Nachbarn Polen verfolgte ein Drittel aller Deutschen – ein Wahnsinn! Damit wurde die Quote des ersten deutschen Gruppenspiels gegen die Ukraine nochmals um ein paar Millionen Zuschauer getoppt. Auch die Fanmeilen in der Bundesrepublik waren super besucht. Und das, obwohl das Wetter sich in vielen Teilen des Landes von seiner nassen Seite gezeigt hat.

Mittelmäßige Leistung

Der Auftritt der Löw-Truppe gegen Polen war dagegen nicht so großartig wie das Interesse der Fans. Das deutsche Team fand gerade in der ersten Halbzeit kaum zu seinem von der WM 2014 bekannten Offensivspiel, erspielte sich nur wenige Torchancen. Die Abwehr hielt zwar wie schon gegen die Ukraine dicht, das lag aber vor allem an dem Unvermögen der polnischen Angreifer. Obwohl Robert Lewandowski im Vorfeld der Partie noch mit einer „großen Überraschung“ für Boateng und Co gedroht hatte, war der polnische Superstar bei den gefährlichsten Angriffen seiner Teamkollegen meist außen vor.

Was ist mit Götze los?

Wie im ersten Spiel setzte Jogi Löw auf Mario Götze als Alleinunterhalter im Sturm. Ein Fehler, wie sich wohl ein Großteil der 26 Millionen Zuschauer gedacht haben wird. Götze hatte nur ganz wenige gute Aktionen, sprühte keine Torgefahr aus. Allerdings wurde der  1,76 Meter große Bayernspieler gerade in der ersten Halbzeit oft mit langen Bällen angespielt. Gegen die hochgewachsenen polnischen Abwehrrecken sah Götze bei Kopfballduellen kein Land. Aber auch mit dem Ball am Fuß gelang dem WM-Helden von 2014 wenig: Seine Sprints ließen die nötige Spritzigkeit vermissen und seine technische Klasse blitzte nicht auf. In der zweiten Halbzeit vergab er dann eine sehr gute Möglichkeit relativ kläglich, als er aus aussichtsreicher Position den polnischen Ersatzkeeper abschoss.

Die Alternative heißt Gomez

Mitte der zweiten Halbzeit waren dann im Stadion „Mario Gomez“-Sprechchören zu hören. Löw brachte aber zunächst Schürrle für Götze und Gomez erst später für Draxler. Allerdings ist Gomez ein echter Mittelstürmer: Kopfball- und abschlussstark mit enormer körperlicher Präsenz. Bei seinem Club Besiktas Istanbul holte Gomez in der abgelaufenen Saison die Torjägerkanone, ist in bestechender Form. Wir meinen: Gomez sollte gegen Nordirland in die Startelf rücken! 

Von Caspar Winkelmann

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