Kino

"Senna"-Regisseur verfilmt Leben von Amy Winehouse

Mit einer Dokumentation über die britische Sängerin will Kapadia auch den destruktiven Zeitgeist erfassen.

Mit seiner grandiosen Dokumentation "Senna" hat er dem legendären Formel-1-Fahrer Ayrton Senna ein filmisches Denkmal gesetzt, jetzt will Asif Kapadia dem Leben einer anderen Legende einen Film widmen: Amy Winehouse. Dazu hat sich der Regisseur mit James Gay-Rees zusammengetan, der wiederum die vielfach ausgezeichnete Doku "Through the Gift Shop" über den mysteriösen Streetart-Künstler Banksy produziert hat. Und die beiden sind sich sicher: "Das wird ein unglaublich moderner, emotionaler und wichtiger Film, der die Kraft hat den Zeitgeist einzufangen - und der die Welt, in der wir leben, in einem Licht zeigen wird, wie das nur wenige Filme können." Teils mit bisher unbekannten Archivszenen will der Film Karriere und Leben der "Rehab"-Sängerin nachzeichnen. "Amy war ein Talent, wie es in einer Generation nur einmal vorkommt und das für entsprechende Aufmerksamkeit gesorgt hat. Was sie schrieb und sang kam von Herzen - und jeder erlag ihrem Zauber. Tragischerweise ist Amy an der unbarmherzigen medialen Aufmerksamkeit zerbrochen - ihren verkorksten Beziehungen, dem weltweiten Erfolg und ihrem gefährlichen Lebensstil. Als Gesellschaft haben wir ihren riesigen Erfolg gefeiert - aber wir waren auch schnell mit Verurteilungen bei der Hand, wenn es uns gerade gepasst hat."

 

Tanz auf der Rasierklinge

Die britische Sängerin und Songschreiberin Amy Winehouse wurde 2006 bereits mit ihrem ersten Album "Back to Black" weltberühmt. In den acht Jahren ihrer kometenhaften Karriere verkaufte sie über 25 Millionen Tonträger und wurde dazu mit fünf Grammys ausgezeichnet. Privat war ihr Leben in der Zeit jedoch weitgehend glücklos und von Exzessen gekennzeichnet. Am 23. Juli 2011 wurde Amy Winehouse tot aufgefunden - im Alten von 27 Jahren erlag die drogensüchtige Sängerin einer Alkoholvergiftung.



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