Fernsehen

Schwere Vorwürfe gegen "Tatort": Von "Fargo" dreist kopiert?

Ist der neue "Tatort" einfach dreist von dem Hollywood-Kultfilm "Fargo" abgeschrieben worden? Auf Twitter hagelt es Vorwürfe.

"Tatort: Der letzte Schrey": Dreist kopiert?
Christian Ulmen und Nora Tschirner mussten im neuen "Tatort" in einem besonders skurrilen Fall ermitteln, der viele Zuschauen an "Fargo" erinnerte. Foto: MDR/Steffen Junghans

Wie beim Weimarer "Tatort" üblich, erwartete die Zuschauer auch am Sonntagabend wieder jede Menge Skurrilität: Neben schrägen Wortwechseln, einem als Mordwaffe genutzten Fleischklopfer und einem Täter-Paar, das kaum einen Satz korrekt aussprechen konnte, sorgte auch der Fall selbst für Schmunzler und Kopfschütteln. Und Diskussionen. Auf Twitter wird den Machern nämlich vorgeworfen, dass der Fall dreist von dem Film "Fargo" (1996) abgekupfert wurde!

Und tatsächlich lässt die Storyline an den Kultfilm erinnern: Es kommt zu einer missglückten Entführung eines Ehepaars, die zwei Ganoven sind alles andere als helle und stolpern von einem Missgeschick ins nächste, woraufhin sie sich schließlich sogar gegenseitig töten und zudem ein Stiefsohn, der wohl als Drahtzieher hinter alledem steckt. Zu guter letzt setzt der Song „Mr. Wrench and Mr. Number“ aus der ersten Staffel der "Fargo"-Serienadaption (2014) dem Ganzen die Krone auf - unbeabsichtigt, wie Regisseurin Mira Thiel gegenüber "Bild" erklärt: "Das ist wirklich reiner Zufall. Ich habe etwas im Score gesucht, was das Hämmern des Fleischhammers interpretiert. Bei ‚Fargo‘ handelt es sich ja um die Serie, nicht den Film, das sollte man nicht vermischen. Es ist also kein bewusstes Zitat."

Trotz aller Ähnlichkeiten trifft der Streifen auf der Plattform größtenteils auf positive Resonanz. Wer sich selbst eine Meinung bilden will, kann dies in der ARD-Mediathek tun, wo "Tatort: Der letzte Schrey" noch bis zum 1. Dezember 2020 verfügbar ist.

 


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