Schrecklich teuer: So viel kosten Heidi Klums Halloween-Kostüme
Monatelange Planung, aufwendige Prothesen und ganze Teams von Spezialeffekt-Künstlern: Heidi Klums Halloween-Kostüme sehen nicht nur teuer aus, sie sind es auch – und zwar sehr.

Als riesiger Wurm, Medusa, E.T. oder zuletzt als abgetrennte Hand: Wenn Heidi Klum an Halloween auftritt, hat ihr Kostüm mit einer gewöhnlichen Verkleidung aus dem Kostümladen kaum noch etwas gemeinsam. Hinter ihren spektakulärsten Looks stecken Spezialeffekt-Profis, monatelange Entwicklungsarbeit, maßgefertigte Prothesen, Körperscans und teilweise ganze Teams, die ausschließlich für einen einzigen Abend arbeiten.
Aber wie viel kostet ein Halloween-Kostüm von Heidi Klum eigentlich? Im Podcast „Call Her Daddy“ wurde sie sogar ausdrücklich nach ihrem teuersten Kostüm gefragt – ihre Antwort fiel eindeutig aus: Sie seien alle „sehr teuer“.
Kostete Heidi Klums Halloween-Kostüm wirklich 10 Millionen Dollar?
Die spektakulärste Zahl stammt aus dem Jahr 2016. Damals erschien Heidi Klum mit fünf Frauen, die mithilfe von Perücken, Make-up und Gesichtsprothesen in möglichst exakte Doppelgängerinnen des Models verwandelt worden waren.
Special-Effects-Künstler Mike Marino wurde anschließend gefragt, wie viel das Projekt gekostet habe – und nannte zehn Millionen Dollar. Zahlreiche Medien griffen die unglaubliche Summe auf, doch Heidi selbst stellte kurz darauf klar, dass sie keineswegs zehn Millionen Dollar für die Verkleidung bezahlt habe.
Die Zahl sei „absolut unmöglich“, erklärte sie damals gegenüber E! News und sagte, sie würde so etwas niemals zulassen. Marino habe mit der Summe vielmehr scherzhaft verdeutlichen wollen, wie aufwendig das Projekt und wie groß die Zahl der beteiligten Menschen gewesen sei.
Ganz billig war der Spaß trotzdem nicht. Allein die sechs identischen Hervé-Léger-Outfits, die Heidi und ihre fünf Doppelgängerinnen trugen, kosteten Berichten zufolge jeweils rund 1490 Dollar – damit lag allein dieser Posten bei knapp 9000 Dollar. Prothesen, Perücken, Spezial-Make-up, Arbeitszeit und Modelgagen kamen noch hinzu.
Heidi Klums Halloween-Kostüme entstehen wie Filmfiguren
Warum die Looks so kostspielig sind, zeigt ein Blick hinter die Kulissen. Heidi arbeitet seit Jahren mit Mike Marino und seinem Spezialeffekt-Team zusammen, das auch für große Film- und Fernsehproduktionen täuschend echte Prothesen anfertigt.
Marino erklärte einmal gegenüber „Allure“, dass alle Kostüme teuer seien und sehr viel Zeit benötigten. Besonders aufwendig ist dabei, dass viele der angefertigten Prothesen tatsächlich nur für einen Abend verwendet werden können: Beim Abschminken und Entfernen werden sie häufig zerstört.
Ein Kostüm besteht deshalb längst nicht nur aus Material. Bezahlt werden müssten bei einer vergleichbaren Produktion auch Design, Modellierung, Körperscans, Formenbau, Prothesen, technische Konstruktionen, Anproben und vor allem die Arbeitszeit zahlreicher Spezialisten.
Für Heidi Klums E.T.-Kostüm arbeiteten 30 Künstler ein Jahr lang
Wie extrem dieser Aufwand inzwischen geworden ist, zeigte Heidi Klums E.T.-Kostüm von 2024. Die Planung begann bereits im November 2023 – praktisch direkt nach der vorherigen Halloween-Saison.
Mike Marino stellte dafür ein Team aus 30 Spezialeffekt-Künstlern zusammen. Heidi Klum und Tom Kaulitz wurden digital gescannt, anschließend wurden einzelne Körperteile des Aliens am Computer modelliert, per 3D-Druck hergestellt, abgeformt und schließlich aus Schaumlatex gefertigt und mit weiteren Materialien verstärkt.
Dazu kamen technische Elemente wie bewegliche Augen, Mund und Kopf. Einen Preis für das Ergebnis nannten Heidi und ihr Team zwar nicht – allein der Personal- und Zeitaufwand zeigt jedoch, weshalb sich solche Kostüme kaum mit normalen Halloween-Verkleidungen vergleichen lassen.
Auch der legendäre Wurm entstand monatelang
Ähnlich aufwendig war der riesige Wurm von 2022. Heidi hatte zwei Jahre lang über die Idee nachgedacht, bevor Mike Marino und sein Team ungefähr vier Monate an der tatsächlichen Umsetzung arbeiteten.
Das Kostüm bestand unter anderem aus Schaumstoff, Spandex, Kunststoffelementen und Silikon und wurde anhand von Körperscans an Heidi angepasst. Am Halloween-Tag selbst benötigte das Team noch einmal viele Stunden, um das Model vollständig in den Wurm zu verwandeln.
Auch hier wurde der tatsächliche Preis nie veröffentlicht. Heidi verriet jedoch später, dass ihre aufwendigen Prothesen einer der Gründe seien, warum sie ihre Kostüme vorher kaum komplett testen könne: Die Einzelteile seien teuer und benötigten Stunden in der Herstellung.
Heidi Klums Halloween-Kostüm 2026 brauchte vier Monate Arbeit

Ihr Halloween-Kostüm 2026 trieb diesen Aufwand erneut auf die Spitze. Heidi erschien bei ihrer Jubiläumsparty als gigantische, blutige Nachbildung ihrer eigenen abgetrennten linken Hand.
Mike Marino und sein Team benötigten laut „People“ rund vier Monate, um die Konstruktion anzufertigen. Dabei griffen sie auf vorhandene Körperscans von Heidi zurück und bildeten sogar Adern, Muskeln, Handlinien, ihre Ringe sowie das Tattoo mit Tom Kaulitz' Namen nach.
Die riesige Hand bestand unter anderem aus Schaumstoff, Latex und Silikon und enthielt Gurte sowie Mechanismen, mit denen Heidi Teile des Kostüms selbst bewegen konnte. Allein am 31. Oktober dauerte die Verwandlung noch einmal rund sechs Stunden – wie viel die fertige Konstruktion kostete, bleibt aber auch diesmal geheim.
Verdient Heidi Klum mit Halloween überhaupt Geld?
Interessant ist dabei, dass Heidi selbst ihre aufwendigen Verwandlungen nicht als Geschäft betrachtet. Auf die Frage nach den Kosten erklärte sie im „Call Her Daddy“-Podcast, sie habe mit Halloween noch nie einen Dollar verdient.
Sie mache das nicht, um Geld zu verdienen, sondern weil sie die kreative Arbeit daran liebe. Zwar wird ihre berühmte Halloween-Party seit Jahren von großen Marken unterstützt, daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, wer welche Kosten ihrer persönlichen Verkleidung übernimmt.
Fest steht deshalb nur: Zehn Millionen Dollar kostet selbst bei Heidi Klum offenbar kein Halloween-Kostüm. Billig sind ihre Verwandlungen trotzdem ganz sicher nicht.








