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Schock: Rechtsextreme verunglimpfen GZSZ

Rechtsextreme verunglimpfen GZSZ
GZSZ wurde nun von Rechtsextremen verunglimpft. RTL/Philipp Rathmer

GZSZ ist eine der erfolgreichsten Sendungen bei RTL. Nun wird die Daily Soap von einem Skandal überschattet: Die Serie wird von Rechtsextremen verunglimpft.

Wie "echo-online" berichtet, musste sich in dieser Woche ein 48-Jähriger aus Arheiligen vor dem Amtsgericht Darmstadt für die Verbreitung von Nazi-Symbolen verantworten. Er hatte im vergangenen Jahr bei Google Plus eine soziale Gruppe gegründet, die er "Das Reich" nannte.

Dort veröffentlichte der Mann regelmäßig Bilder, die dem Nationalsozialismus huldigten. So verbreitete er unter anderem Hakenkreuze, andächtige Adolf Hitler-Fotos oder Runen des SS. Bis März 2016 zählte die Community bereits 107 Mitglieder.

 

Rechtsextreme verunglimpfen GZSZ

Auch RTLs Erfolgsserie GZSZ wurde für die die Nazi-Zeit verherrlichenden Gruppe instrumentalisiert: Der Arheiliger postete eine Abbildung, die Adolf Hitler neben Angela Merkel zeigte, dazu stellte er das Serien-Logo von "Gute Zeite, schlechte Zeiten".

Dennoch beteuerte der 48-Jährige vor Gericht, er sei kein Rechtsextremer. "Mir ist das alles wurscht, ich war nicht mal wählen, war auch nicht bei der Bundeswehr. Man hat sich da ein bisschen reingesteigert. Das war wie ein Selbstläufer", zitiert "echo-online" den Angeklagten. Er habe lediglich eine eigene Community gründen wollen. "Das Reich" habe er die Gruppe nur genannt, weil sie "ja was dahermachen" müsse. 

Dem gegenüber steht die Aussage eines Polizisten, der "Regale voller NS-Devotionalien" in der Wohnung des Arheiligen vorgefunden habe: "Ich hatte den Eindruck, dass er ein glühender Verehrer des Nationalsozialismus ist."

Bei der Verbreitung verfassungswidriger Symbole droht eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren. Dennoch kam der 48-Jährige glimpflich davon: Das Gericht verurteilte ihn zu 135 Tagessätzen von je 12 Euro.

 


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