Fernsehen

Schock im Wok

In der Asia-Pfanne durch den Eiskanal: Seit 12 Jahren zelebriert Stefan Raab seine „WOK WM“. Doch wie irre ist das eigentlich? TV Movie-Redakteurin Jana Lang ging selbst auf Rekordjagd

(Getty Images) Getty Images

Gänsehaut. Ich friere nicht, ich habe Angst! Warum? Ich befinde mich in 1100 Metern Höhe. In der Ferne erstreckt sich das wunderschöne Igls-Tal – direkt vor mir die Eishölle. Ich stehe am Start der Bobbahn in Innsbruck. Hörte sich der Plan, mit einem Wok durch den Eiskanal zu sausen, in der Redaktion noch super an, finde ich ihn jetzt gar nicht mehr so cool.

Entertainer Stefan Raab macht das seit über einem Jahrzehnt. Am 14. März (20.15 Uhr, Pro 7) lädt er wieder Promis zu seiner Wok-Weltmeisterschaft ein. Ich frage mich jedes Mal vor dem Fernseher, wie sich das wohl anfühlt, in einem Affenzahn in der Asia-Pfanne das spiegelglatte Eis zu bezwingen. In zehn Minuten werde ich es wissen!

Gebrochene Finger und mehr

„Wokfahren ist extremer als Bobfahren. Man ist weniger geschützt“, erzählt Birgit Knauseder (34). Sie bietet als weltweit Einzige private Wok-Fahrten an. Etwa 1000 Gäste empfängt Knauseder pro Jahr auf der Bobbahn in Innsbruck. „Statistisch gesehen ist bei 500 Fahrten ein Sturz dabei.“ Wunderbar, denke ich. Dann breche ich mir sicher nicht die Finger wie Snowboarder Marco Schwab oder muss mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus wie der Sänger der Rockband „Oomph!“ nach seinem Sturz bei der Wok-WM 2007.

Es gibt letzte Sicherheitsanweisungen, ich höre so gebannt zu, als würde mein Leben davon abhängen – tut es vielleicht auch. Gerade sitzen, festhalten und vor allem: „NICHT in die Kurve legen! “, weist Knauseder an. „Und Achtung in ‚Kurve 9‘, die ist gefährlich!“ Eigentlich sieht sie doch gar nicht so tückisch aus, denke ich. Allerdings ist diese Kurve mit sieben Metern Höhe die steilste und das zweifache meines Körpergewichts wird auf mir lasten. Jetzt nur keine Panik kriegen...

Vom Ehrgeiz gepackt

Zum Glück bin ich nicht allein. Mit mir im Vierer-Wok sitzen Bobbahn-Matador Werner (56), Bobcafé-Küchenchef Christoph (26) und Wok-Routinier Marc Pircher (35). Der Volksmusikant („Frauensache“) ging schon bei drei Wok-WMs für Österreich an den Start und führte sein Team 2013 auf Platz drei. 2014 folgte dann ein desolater vorletzter Platz. Sein Ehrgeiz – deutlich spürbar. Unser Ziel: den Geschwindigkeitsrekord von 97 Stundenkilometern brechen. Die Startuhr tickt. 3… 2… 1…

Wie ich meine aufregende Fahrt im Wok überstanden habe, lest Ihr in der neuen TV Movie (ab 27.2. am Kiosk) und seht ihr im Video!


 


Tags:
Das könnte Sie auch interessieren
TV Movie empfiehlt