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„Schnee von gestern“: Ein Mordfall im Alpenidyll wird zum Albtraum

Der ORF-„Landkrimi“ „Schnee von gestern“ führt Zuschauerinnen und Zuschauer heute Abend ins abgelegene Osttirol. Was zunächst wie ein tragischer Unfall wirkt, entpuppt sich schnell als möglicher Mord und bringt eine ganze Dorfgemeinschaft unter Verdacht.

Schnee von Gestern - Landkrimi: Chefinspektorin Melanie Grandits (Marlene Hauser) und Chefinspektor Martin Steiner (Simon Morzé) stehen am Ufer. Im Vordergrund verläft ein Absperrband der Polizei, im Hintergrund liegt ein Bergpanorama.
Chefinspektorin Melanie Grandits (Marlene Hauser) und Chefinspektor Martin Steiner (Simon Morzé) ermitteln. Foto: ZDF / Landsiedl /Stefanie Leo.

Mit dem Film baut der ORF seine erfolgreiche „Landkrimi“-Reihe, die seit 2014 regelmäßig neue Fälle aus verschiedenen Regionen Österreichs erzählt, weiter aus. Für das Publikum im ZDF ist der 90-Minüter nun erstmals im deutschen Fernsehen zu sehen. Bereits seit dem 25. Februar ist „Schnee von gestern“ auch in der ZDFmediathek verfügbar, die TV-Ausstrahlung folgt am Mittwoch, 4. März, um 20:15 Uhr im ZDF.

Leiche im Triestacher See: War es Mord oder ein Unfall?

Der Fall beginnt mit einem scheinbar alltäglichen Szenario: Am Ufer des Triestacher Sees wird die Leiche eines Mannes gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass es sich um den Tiroler Umweltdezernenten Konrad Kofler handelt. Zunächst sieht alles nach einem tragischen Unfall aus. Rechtsmedizinerin Elisabeth Imler erklärt die klassische Theorie hinter solchen Fällen: „Mann trinkt zu viel, Mann muss pinkeln. Ist ein Gewässer in der Nähe, wird Mann davon magisch angezogen, Mann pinkelt, rutscht aus, haut sich den Kopf an, Mann ertrinkt.“

Auch Chefinspektorin Melanie Grandits (Marlene Hauser) fasst diese Erklärung trocken für ihren Kollegen zusammen. Doch die Ermittlungen nehmen eine überraschende Wendung: Das Wasser in Koflers Lunge stammt nicht aus dem See, in dem er gefunden wurde.

Plötzlich steht ein ganz anderer Verdacht im Raum: Konrad Kofler könnte ermordet worden sein.

Spur führt in ein abgeschiedenes Bergdorf

Kurz vor seinem Tod wollte der Politiker offenbar in das abgelegene Dorf Inner Ainöd fahren. Dort sollte er über eine Beschneiungsanlage für den Tourismus entscheiden – ein Projekt, das für viele Einwohner überlebenswichtig ist.

Die Region kämpft mit wirtschaftlichen Problemen, viele Arbeitsplätze sind verloren gegangen. Für die Dorfgemeinschaft gilt das geplante Ski-Projekt als letzte Hoffnung. Doch ausgerechnet Kofler galt als einer der größten Gegner der Anlage.

Als Ermittler Martin Steiner (Simon Morzé) im Dorf nach Antworten sucht, stößt er schnell auf eine Mauer aus Schweigen. Die Bewohner reagieren misstrauisch auf die Fragen der Polizei und wirken, als würden sie gemeinsam ein Geheimnis hüten.

Das Ermittlerduo steht vor großen Herausforderungen

Während Grandits zunächst gezwungenermaßen ihre Überstunden in einem Wellness-Urlaub abbauen muss, reist Steiner allein nach Inner Ainöd und quartiert sich in einer Pension ein. Dort wird schnell klar: Die Dorfgemeinschaft hält zusammen – gegen die Polizei.

Als ein weiterer Bewohner nach einem Streit mit Steiner tot aufgefunden wird, eskaliert die Situation endgültig. Der Ermittler gerät selbst ins Visier der Dorfbewohner und steht plötzlich allein gegen eine verschlossene Gemeinschaft.

Warum der Krimi tatsächlich „Schnee von gestern“ ist

Der Titel bekommt in diesem Fall noch eine zweite Bedeutung. Denn ganz neu ist der Film für viele Zuschauerinnen und Zuschauer gar nicht mehr. „Schnee von gestern“ lief bereits Anfang 2026 im österreichischen Fernsehen als Teil der beliebten ORF-„Landkrimi“-Reihe. Bei der TV-Premiere erreichte der Krimi rund 708.000 Zuschauerinnen und Zuschauer und einen starken Marktanteil von 28 Prozent.

Nun holt das ZDF den Film für das deutsche Publikum noch einmal ins Programm. Außerdem ist der Krimi bereits seit dem 25. Februar in der ZDFmediathek abrufbar, bevor er im linearen Fernsehen ausgestrahlt wird. Gedreht wurde der Film bereits Ende 2023 in Osttirol, unter anderem in Lienz, Schlaiten und Kals am Großglockner. Die beeindruckende Berglandschaft prägt dabei die Atmosphäre des Films entscheidend.

Ganz „von gestern“ ist der Fall also im wörtlichen Sinne: Für viele Krimifans dürfte die Geschichte rund um das abgelegene Bergdorf Inner Ainöd deshalb trotzdem neu sein.

Quellen
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