Kino

Schlank durch Horror

Schlank durch Horror
Schlank durch Horror (Warner) Warner

Vielgucken macht dick? Reines Klischee. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass man bei der richtigen Film-Wahl durchaus auch abnehmen kann.

Gute Nachricht für alle Filmfreunde: Das Klischee vom Chips-futternden Cineasten mit Verfettungstendenz kann endgültig zu den Akten gelegt werden. Wissenschaftler der Universität von Westminster haben herausgefunden, dass Betrachten von Filmen durchaus schlank machen kann. So werden bei 1,5 Stunden Filmgenuss bis zu 200 Kalorien verbrannt, was immerhin einer halben Tafel Schokolade entspricht. Kleiner Haken: Wenn man es vorwiegend auf Schrumpfung der Leibesfülle abgesehen hat, muss man sich schon Horrorfilme reinziehen - mit Romantik oder Komödie klappt der Trick leider nicht. Denn hier kommt es vorwiegend auf den Adrenalin-Ausstoß an. Und der ist bei "Saw" nun mal leicht höher als bei "Bambi". An zehn verschiedenen Testpersonen wurden entsprechende Testmessungen durchgeführt. Im Dienste der Wissenschaft mussten diese verschiedene Filme betrachten, während parallel Biowerte wie Puls, Atmung oder Blutdruck analysiert wurden. Das Ergebnis lässt jeden filmischen Adrenalin-Junkie vor Freude jubeln: Ein saftiger Horror-Flash erhöht den Kalorienverbrauch um bis zu einem Drittel. Kleine Kuriosität am Rande: Klassischer Horror scheint dabei besonders gut zu funktionieren. Die ersten drei Fatburner-Plätze belegten in der bunt gemischten Testreihe "Shining", "Der weiße Hai" und "Der Exorzist" - also alles Filme, die schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel haben.

 

Die Filme und der Kalorienverbrauch im Einzelnen:

1. Shining: 184 Kalorien 2. Der weiße Hai: 161 Kalorien 3. Der Exorzist: 158 Kalorien 4. Alien: 152 Kalorien 5. Saw: 133 Kalorien 6. Nightmare: 118 Kalorien 7. Paranormal Activity111 Kalorien 8. Blair Witch Project: 107 Kalorien 9. Blutgericht in Texas: 105 Kalorien 10. [Rec]: 101 Kalorien Bevor jetzt aber in Frauenzeitschriften die "Saw"-Diät als figürliches Allheilmittel angepriesen wird, gilt es noch einige Aspekte zu bedenken: Zunächst sind Chips, Drinks oder jegliches Naschwerk, mit denen man sein Nervenflattern dämpfen muss, nicht in die Energiebilanz eingerechnet. Des Weiteren muss man sich die Frage stellen, ob der Tausch auch lohnt, wenn am Ende zwar ein traumhafter Body-Mass-Index steht - man aber wegen des chronisch zerrütteten Nervenkostüms nur noch bei Licht in den albtraumdurchsetzten Schlaf findet.



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