Sat.1-Gagen: Was verdient ein „Frühstücksfernsehen“-Moderator?
Wie viel verdienen die Moderatoren des „Sat.1-Frühstücksfernsehen“? Aus Aussagen der Moderatoren und bekannten Branchengehältern lassen sich spannende Rückschlüsse ziehen.

Wer täglich das „Sat.1-Frühstücksfernsehen“ einschaltet, verbindet Alina Merkau, Chris Wackert, Marlene Lufen, Daniel Boschmann und Karen Heinrichs mittlerweile mit einem guten Start in den Tag. Unter der Woche sorgen die Moderatorinnen und Moderatoren zwischen 05:30 Uhr und 10:00 Uhr, samstags von 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr und sonntags von 09:00 Uhr bis 11:00 Uhr für gute Laune. Wie gut die Sendung beim Publikum ankommt, zeigte sich gerade erst in den neu veröffentlichten Rekord-Quoten. Doch wie hoch ist eigentlich das Gehalt der Sat.1-Moderatoren?
Gleich vorab: Eine exakte Antwort gibt es nicht, denn natürlich veröffentlichen weder Sat.1 noch die Moderatoren ihre Verträge oder Gehälter. In der Fernsehbranche gehören solche Informationen wie auch in anderen Bereichen zu den vertraulichsten Bestandteilen eines Arbeitsvertrags. Das heißt aber nicht, dass sich nicht ableiten lässt, wie viel Merkau, Heinrichs und Co. ungefähr verdienen. Zumindest die Größenordnung, in der sich die Gagen bewegen, können bestimmt werden.
Wie viel Geld bekommen die Moderator:innen beim „Sat.1-Frühstücksfernsehen“?
Dass Fernsehsender ihre Vergütungen nicht offenlegen, ist branchenüblich. Auch die Beschäftigten sprechen darüber nur äußerst selten – häufig verpflichten entsprechende Vertragsklauseln zur Verschwiegenheit.
Einen groben Eindruck liefert allerdings ein Blick auf die TV-Branche insgesamt. Bereits 2019 berichtete der Stern unter Berufung auf verschiedene Quellen und Gehaltsplattformen, dass Moderator:innen – je nach Sender, Bekanntheitsgrad und Beschäftigungsmodell – sehr unterschiedlich verdienen. Während öffentlich-rechtliche Nachrichtensprecher teilweise pro Sendung bezahlt werden, bewegen sich Jahresgehälter bei privaten Sendern laut Glassdoor häufig im Bereich zwischen rund 52.000 und 142.000 Euro, wobei die tatsächliche Vergütung stark von Erfahrung, Einsatzhäufigkeit und zusätzlichen Projekten abhängt.
Chris Wackert verriet: Ehefrau Steffi Brungs verdient mehr als er
Einen kleinen Einblick gab Chris Wackert selbst im Jahr 2025. Damals veröffentlichte der Moderator gemeinsam mit seiner Frau Steffi Brungs ein Instagram-Video mit der Einblendung: „Hot take: Sie verdient mehr als er.“ Dazu schrieb Wackert: „… und ich bin sehr stolz auf meine (erfolgreiche) Frau. Ich halte gerne ihre Tasche, sitze im Publikum bei ihren Shows, fahre das Auto während sie arbeitet oder halte ihr im Haus den Rücken frei.“
Steffi Brungs arbeitet als VIP-Expertin bei RTL. Gegenüber Web.de erklärte sie außerdem: „Natürlich ist das Video sehr überspitzt dargestellt. Nichtsdestotrotz gibt es einen realistischen Einblick in unseren Alltag. Ich arbeite mehr als mein Mann. Als VIP-Expertin bin ich Vollzeit tätig, während Chris durchschnittlich eine Woche im Monat beim Sat.1-'Frühstücksfernsehen' in Berlin verbringt.“
Heißt im Klartext: Der Gig beim „Frühstücksfernsehen“ ist in Wackerts Fall ein Teilzeit-Job. Offenbar bleibt ihm also genügend Zeit für weitere Projekte außerhalb der Morgensendung, die zusätzliches Geld in die Kasse spülen und das Gesamt-Vermögen des Ehepaares aufbessern. Rückschlüsse auf sein tatsächliches Gehalt sind daraus allerdings nicht möglich.
Alina Merkau sprach offen über ihre Altersvorsorge
Auch Alina Merkau hat sich einst indirekt zum Thema Geld geäußert – wenn auch nicht zu ihrem Gehalt. Auf Instagram sprach die Moderatorin über ihre spätere Rente und erklärte, dass ihr die gesetzliche Absicherung „nicht die Sicherheit“ gebe, die sie brauche. Deshalb investiere sie privat und habe sich finanziell breiter aufgestellt: „ETFs, Immobilien, Aktien: Ich hab alles.“
Auch daraus lässt sich kein konkretes Einkommen ableiten. Die Aussage zeigt jedoch, dass selbst langjährige TV-Gesichter zusätzlich privat vorsorgen und sich nicht ausschließlich auf ihre spätere gesetzliche Rente verlassen.
Warum die „Frühstücksfernsehen“-Gagen ein Geheimnis bleiben
Wie hoch die Sat.1-Gagen tatsächlich ausfallen, bleibt damit Spekulation. Die Höhe von Einkommen und Vermögen hängt von mehreren Faktoren ab:
Beschäftigungsmodell (fest angestellt oder freie Moderation)
Bekanntheitsgrad
Anzahl der Einsatztage
weitere TV- oder Werbeprojekte
Verhandlungsgeschick bei Vertragsverlängerungen
Gerade bekannte Moderatoren erzielen häufig zusätzliche Einnahmen durch Werbepartner, Events, Social Media oder andere TV-Formate, sodass das eigentliche Senderhonorar oft nur einen Teil ihres Gesamteinkommens ausmacht.
Wie viel die Moderatoren des „Sat.1-Frühstücksfernsehen“ wirklich verdienen, wissen also nur sie selbst, der Sender und ihre Familien, wie das Chris-Wackert-Beispiel beweist. Die öffentlichen Aussagen von Chris Wackert und Alina Merkau liefern zwar interessante Einblicke in ihren Berufsalltag und ihre finanzielle Planung, erlauben aber keine belastbaren Rückschlüsse auf ihre tatsächlichen Gehälter.
Reich werden Matthias Killing, Alina Merkau, Daniel Boschmann, Marlene Lufen, Karen Heinrichs und Christian Wackert mit ihrem Sat.1-Job also vielleicht nicht unbedingt, ein Traumjob ist es aber allemal!








