Kino

Sarah Michelle Gellar bereit für "Buffy"-Film

Ohne sie hätte es "Twilight" wohl nie gegeben: Sarah Michelle Gellar alias Buffy, die Vampirjägerin. Die TV-Vorkämpferin für Untoten-Ästhetik will nun selbst ins Kino.

Seit die "Twilight"-Filme Millionen Fans weltweit mit Vampiren und Werwölfen schmachten ließen, ist Horror, geschmückt mit einer ordentlichen Portion Teenie-Romantik, im Kino salonfähig. Dabei gab's die meisten Twilight-Motive bereits ein paar Jahre vorher im TV - in der 90er-Kultserie "Buffy, die Vampirjägerin": Ein hübscher Vampir, der mit seiner Natur hadert und romantische Verstrickungen mit einer Highschool-Göre eingeht? Angel und die Titelheldin Buffy gaben eine Steilvorlage für Edward und Bella! Höchste Zeit also, den Pflock bzw. den Spieß endlich umzudrehen und Buffy ins Kino zu bringen. Das meint zumindest Hauptdarstellerin Sarah Michelle Gellar, die von Gesprächen mit Serien-Erfinder Joss Whedon berichtet: "Joss und ich sprechen immer wieder über einen Buffy-Film", so Gellar. "Wenn wir eine passende Geschichte fänden, würden wir das sofort machen!"

 

Die Avengers rufen

Das werden Fans der Serie natürlich gerne hören. Nur leider gibt es da einige Abers, wie auch Gellar weiß: "Das Problem bei einer Buffy-Verfilmung ist, dass Buffy ursprünglich ja ein Kinoprojekt war, das einfach nicht funktioniert hat. Deswegen war es ja so schwierig, überhaupt Grünes Licht für die TV-Serie zu bekommen. Einer der Gründe ist, dass Buffys Geschichte besser funktioniert, wenn man sie über einen längeren Zeitraum entwickeln kann." Damit spielt Gellar auf den Film von 1992 mit Kristy Swanson in der Titelrolle an, der derart katastrophal ausfiel, dass er nicht wie geplant im Kino, sondern nur auf Video zu sehen war. Zum Anderen ist Joss Whedon inzwischen einer der Drahtzieher bei den "Avengers"-Filmen und für Comic-Riese Marvel der erste Ansprechpartner, wenn es darum geht, weitere Filme über die Figuren aus dem schier unerschöpflichen Helden-Arsenal zu entwickeln. Das ist ganz klar ein Fulltime-Job, der wenig Platz für kreative Arbeit an einer Buffy-Geschichte lässt. Zudem ist Sarah Michelle Gellars Stern in Hollywood am Sinken. Ihr letzter Kinoauftritt in der Coelho-Verfilmung "Veronika beschließt zu sterben" war zwar schauspielerisch ihre vielleicht beste Leistung, fand aber nicht das große Publikum. So kehrt Gellar zunächst ins Fernsehen zurück: Ab Ende September ist sie beim US-Sender CBS in der Sitcom "The Crazy Ones zu sehen" - als Tochter und Agenturleiterin von Robin Williams, der als exzentrischer Werbe-Texter seine Brötchen verdient. Vielleicht hat der ja ein gute Story-Idee für einen Buffy-Film…?



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