Kino

Sacha Baron Cohen mit "Bond"-Parodie

Er war Homeboy, kasachischer Journalist, Model - als nächstes will der britische Komiker eine Lizenz zum Töten.

Respekt ist im Leben des Sacha Baron Cohen ein Fremdwort: Als "Brüno" zog er der Modebranche die Hosen aus, als "Diktator" verhöhnte er Assad & Co. Als "Borat" stellte er Engstirnige bloß und als "Ali G" auch alle anderen. Jetzt ist er offenbar gewillt, einer britischen Ikone den Lack vom Aston Martin zu kratzen: Sacha Baron Cohen plant eine "James Bond"-Parodie. Medienberichten zufolge hat der Comedian gemeinsam mit Drehbuchautor Phil Johnston ("Willkommen in Cedar Rapids") ein großes Filmstudio für den entsprechenden Agenten-Spoof begeistern können - und ihnen auch gleich noch den passenden Entwurf dazu verkauft. Sogar zur Story ist schon etwas durchgesickert: So soll ein Agent im Dienste ihrer Majestät fluchtbedingt samt halbdebilem Hooligan-Bruder haarsträubende Abenteuer erleben. Unklar ist jedoch noch, ob Cohen sich nur als Autor betätigt oder selbst vor die Kamera tritt. Angeblich liebäugelt der berüchtigte Agent Provocateur mit der Rolle des Bruders - aber auch eine Doppelrolle soll durchaus im Bereich des Vorstellbaren liegen.

 

Finger weg von der Doppelnull

So oder so ein Drahtseilakt: Außer den Kasachen hat ihm zwar bisher noch fast jeder seine grenzwertigen Charaden verziehen - aber bei ihrem heißgeliebten Doppelnullagenten, dessen neuestes Abenteuer "Skyfall" ab 1. November die Kinos zum Beben bringen wird, verstehen die Briten keinerlei Spaß. Und damit wäre England dann nach Kasachstan das zweite Land, in dem der 40-Jährige Persona non grata ist. Bleiben ja immer noch die USA, deren mannigfaltige Vergnügungen es ihm schon als "Borat" angetan hatten. Und natürlich Österreich. Schließlich vermisst das Alpenland sicher schon schmerzlich den, laut Brüno, "größten schwulen Filmstar seit Arnold Schwarzenegger".



Tags:
TV Movie empfiehlt