Kino

Sacha Baron Cohen fürchtet Abschiebung

Mit seinen derben Späßen treibt Sacha Baron Cohen den einen Tränen in die Augen, den anderen Zorn ins Gesicht. Ihm selbst hat der Klamauk Ärger mit dem FBI eingebracht.

Sacha Baron Cohen hat Angst. Angst davor aus dem Land der Unbegrenzten Möglichkeiten abgeschoben zu werden. Angst davor, von seiner Frau, Schauspielerin Isla Fisher, und den beiden Töchtern getrennt zu werden. Seit ein paar Jahren residiert der Krawall-Komiker mit seiner Familie standesgemäß in Los Angeles. Das könnte sich ganz schnell ändern, wenn er nicht aufpasst. Immerhin existieren einige offene richterliche Anordnungen, die seine Inhaftierung anweisen. Dann wäre es in Nullkommanichts aus mit dem Leben im Sonnenstaat Kalifornien. "Es gibt Orte in gewissen Staaten, wo ich nicht einfach hineinschneien kann", weiß der Star aus "Der Diktator" und kennt auch bestens die Folgen: "Wenn ich verhaftet werde, könnte mir mein Visum weggenommen werden." Vor allem bei seinem Kassenknüller "Borat" hinterließ Cohen jede Menge verbrannter Erde. Wie zum Beispiel bei den Dreharbeiten zur pikanten Bondage-Szene in einem Hotelzimmer.

 

Sachas filmreife Flucht beim "Borat"-Dreh

"Der Hotelmanager rief die Polizei und wir wussten, uns bleiben nur fünf Minuten, bis die Polizei eintreffen und mich festnehmen würde", erinnert sich Sacha. Die nachfolgende Flucht war wirklich spannend und filmreif, wie Cohen verrät: "Ein Fluchtauto wartete auf uns 14 Stockwerke tiefer. Darum eilten wir zu einem Fenster, wo eine klapprige Leiter war. Wir kletterten hinunter und gelangten in den zweiten Stock, wo die Stufen endeten. Also sprang ich kurzerhand - festgebunden an meinen Partner - mit meinen High Heels hinunter, brach mir dabei die Ferse, hüpfte in den Wagen und wir verließen den Bundesstaat." Dagegen ist der Verlust seiner Stimme während der Dreharbeiten zum Musical "Les Misérables" harmlos. Wegen des Stimmausfalls musste Baron Cohen zwar eine Schonpause einlegen, währenddessen die Dreharbeiten auf Eis lagen. Ärger mit der Bundespolizei hat er deswegen sicher nicht zu befürchten. Wer nicht weiß, wie Sacha Baron Cohen die Leute gegen sich aufbringt, kann sich ja bei Der Diktator "weiterbilden".



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