Fernsehen

Rundfunkgebühren: Freispruch für GEZ-Verweigerin

Nach 61 Tagen wieder frei: GEZ-Rebellin Sieglinde Baumert ist aus der Erzwingungshaft entlassen worden - aber nicht, weil sie ihre Rundfunkgebühren schließlich doch gezahlt hat.

GEZ
61 Tage musste Sieglinde Baumert in der JVA Chemnitz verbringen. /iStock

Für die Freilassung ist der Haftantragsteller verantwortlich: "Der MDR hat den Antrag eines Haftbefehls zurückgezogen, so dass das Amtsgericht diesen aufhob", bestätigte der Sprecher des Amtsgerichtes Bad Salzungen gegenüber "WeltN24".

Protest mit Ausdauer

Mit so viel Gegenwehr hatte der MDR wohl nicht gerechnet: Seit 2013 zahlte Sieglinde Baumert keine Rundfunkgebühren mehr. Mahnungen und angedrohte Pfändungen sollten das Problem lösen.

„Normalerweise knicken die Schuldner dann ein“, sagt der Gerichtssprecher. Doch Sieglinde Baumert blieb hartnäckig.

Überraschung vor der Zellentür

Seit 4. Februar saß die Protestlerin deshalb in Erzwingungshaft in Chemnitz. Die Freilassung kam für sie umso überraschender: "Zwei Wärterinnen standen auf einmal bei mir an der Zellentüre und sagten: 'Sie sind jetzt entlassen.'", erzählte Sieglinde Baumert nach ihrem Gefängnisabschied.

Doch getilgt sind die Schulden beim Beitragsservice nicht. Die Forderung des MDR bleibt weiterhin bestehen. Ob sich Sieglinde Baumert noch zur Nachzahlung durchringen kann, bleibt abzuwarten.



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