Fernsehen

Rundfunkbeitragserhöhung: Diese TV-Shows müssen dran glauben

Die Erhöhung des Rundfunkbeitrages ist gescheitert. Die ARD setzt jetzt den Rotstift an und kürzt bei verschiedenen Programmen. Vor allem Showstars wie Stefan Mross und Ross Anthony bekommen die Einschränkungen zu spüren.

Stefan Mross
Stefan Mross, Moderator der SWR-Sendung "Immer Wieder Sonntags", wird 2021 weniger Sendungen der Show leiten. Die ARD streicht ihre Unterstützung der Show. Foto: Getty Images

Stefan Mross, Stefanie Härtel und Ross Anthony – diese Stars beziehungsweise ihre Shows stehen bei der ARD auf dem Prüfstand. Wegen fehlender Einnahmen muss die Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten sparen. Das liegt vor allem an der Rundfunkbeitragserhöhung, die vorerst nicht kommt.

 

Rotstift bei "Immer Wieder Sonntags"

Fest steht, dass die Sommershow „Immer wieder sonntags“ mit Stefan Mross gekürzt wird. 2021 wird es statt 16 nur noch 12 Ausgaben der Sendung geben. Die Show im SWR wurde von der ARD kofinanziert und die ARD stellt ihre finanzielle Unterstützung der Sendung ein. Dies berichtet die Bild-Zeitung. Die Kosten von rund 300.000 Euro muss der SWR künftig alleine stemmen, dies habe ein ARD-Sprecher der Zeitung bestätigt. Die Sendung werde aber nicht vollständig gestrichen, der Vertrag für die Sendung sei erst kürzlich bis 2023 verlängert worden, so der Sprecher.

Für die „Muttertags Show“ mit Stefanie Härtel sowie die Sendungen die „Schlagerparty“ und „Meine Schlagerwelt“ mit Ross Anthony stehen die Zeichen nach Informationen der Bild schlecht. Ein Sprecher des MDR, der die Sendungen produziert: „Wir gehen im Moment davon aus, dass wir aufgrund der Corona-Pandemie im ersten Halbjahr 2021 große Shows, wie die Muttertags-Show mit Stefanie Hertel oder die Partys mit Ross Antony, nicht in der gewohnten Art produzieren können.“ Man wolle aber trotzdem mit den Stars weiter zusammenarbeiten.

 

Rundfunkanstalten scheitern vor dem Verfassungsgericht

Am Dienstag waren ARD, ZDF und Deutschladfunk mit einem Eilantrag beim Bundesverfassungsgericht gescheitert. Das Gericht sollte die Erhöhung des Rundfunkbeitrages auf 18,36 Euro auf Antrag der öffentlich rechtlichen statt geben nachdem die Bundesländer sich nicht auf einen neuen Rundfunkstaatsvertrag einigen konnten.

Der Vertrag war an der Enthaltung von Sachsen-Anhalt gescheitert. Laut geltendem Rundfunkstaatsvertrag muss eine Beitragserhöhung von allen Bundesländern gemeinschaftlich beschlossen werden.

 


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