„RITUS“ als deutsches „True Detective“? Neue ARD-Serie sorgt für Begeisterung
Ein rätselhafter Leichenfund, unheimliche Visionen und Moritz Bleibtreu als Ermittler: Mit „RITUS“ bringt die ARD einen Thriller an den Start, der an „True Detective“ und „Dark“ erinnert.

Ein Mädchen wird tot aufgefunden, obwohl es seit 18 Jahren als vermisst gilt. Sein Körper scheint in der Zeit stehen geblieben zu sein – und der Fund ist erst der Anfang einer Reihe verstörender Ereignisse. Die neue ARD-Serie „RITUS“ verbindet klassische Ermittlungsarbeit mit übernatürlichen Rätseln.
Darum erinnert „RITUS“ an „True Detective“ und „Dark“
Im Zentrum steht Kommissar André Berger, gespielt von Moritz Bleibtreu. Er versucht herauszufinden, was hinter dem mysteriösen Todesfall steckt. Doch je tiefer er gräbt, desto mehr verschwimmen für ihn die Grenzen zwischen dem, was er tatsächlich erlebt, und dem, was möglicherweise nur in seinem Kopf geschieht.
Die ARD-Serie ist eine Mischung, die an die düstere Krimiwelt von „True Detective“ und die mysteriösen Momente aus der Netflix-Erfolgsserie „Dark“ erinnert. Besonders Bleibtreus Ermittlerfigur soll dabei für Spannung sorgen. Regie führt Jonathan Behr, für den die Produktion ein frühes wichtiges Ausrufezeichen setzt.
Ein See, der sich schwarz färbt, und ein Fall aus der Vergangenheit
Die Geschichte beginnt mit einem unheimlichen Naturphänomen: Kurz vor einer seltenen Mondwende verfärbt sich ein abgelegener See schwarz. Am Ufer wird Viktoria entdeckt – ein Mädchen, das vor 18 Jahren verschwunden war. Dass ihr Körper keinerlei erkennbare Spuren der vergangenen Zeit zeigt, gibt Berger und den Menschen vor Ort Rätsel auf.
Der Kommissar nimmt gemeinsam mit Viktorias Vater Albert die damaligen Ereignisse erneut unter die Lupe. Doch die Nachforschungen bleiben nicht ohne Folgen. Weitere Tote tauchen auf und rund um den See verdichten sich Hinweise auf einen uralten Ritus, der in einem festen Rhythmus wiederkehrt. Alle 18 Jahre scheinen sich Dinge zu wiederholen, die sich die Polizist:innen zunächst einfach nicht erklären können.
Das ist der Cast der ARD-Serie „Ritus“
Nicht nur Berger wird in die Ereignisse hineingezogen. Die 17-jährige Selin, gespielt von Anna Shirin Habedank, wird von Blackouts und Bildern heimgesucht, die sie sich nicht erklären kann. Manche Erinnerungen scheinen gar nicht zu ihrem eigenen Leben zu gehören. Gemeinsam mit ihrer Mutter Yasemin, dargestellt von Seyneb Saleh, sucht sie nach Antworten.
Auch Henri, gespielt von „How To Sell Drugs Online Fast“-Star Maximilian Mundt, gerät in den Sog des Geschehens. Er will seinen verschwundenen Bruder Sandro finden, der zuvor von Albträumen geplagt wurde. Währenddessen versucht Bergers hochschwangere Frau Liv (Alma Hasun), sich nicht von der wachsenden Gefahr in ihrem Umfeld einschüchtern zu lassen.
Und Bergers Kollegin Swantje (Julika Jenkins) muss zunehmend damit rechnen, dass er sich bei seinen Ermittlungen selbst in Gefahr bringt. Erst nach und nach deutet sich an, dass die Figuren auf unterschiedliche Weise mit demselben Geheimnis, dem mysteriösen „Ritus“, verbunden sind. Damit verknüpft die ARD-Serie gleich mehrere Schicksale, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben.

Wann läuft „RITUS“ in der ARD?
Lange müssen Thriller-Fans auf die neue Serie nicht mehr warten. Ab dem 27. November 2026 ist „RITUS“ in der ARD Mediathek verfügbar. Im Ersten werden die sechs Folgen auf zwei Abende verteilt: Die Episoden eins bis drei laufen am 27. November, die Folgen vier bis sechs am 28. November – perfekt für einen düsteren Serien-Marathon. Die Ausstrahlung beginnt jeweils um 23.55 Uhr.
Wer nicht bis zur TV-Ausstrahlung wach bleiben möchte, kann die Serie bereits ab dem Starttermin online ansehen. Ob sich „RITUS“ tatsächlich als deutsche Antwort auf „True Detective“ etablieren kann, wird sich dann zeigen. Die Mischung aus Kriminalfall, psychologischen Phänomenen und düsterer Mystery-Handlung verspricht jedenfalls einen spannenden Serienabend.
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