Kino

Ridley Scott verweigert Comic-Verfilmungen

Monumental und SciFi ja, Comics niemals - wegen der Sprechblasen, meint der Meisterregisseur.

Ridley Scott verweigert Comic-Verfilmungen
Ridley Scott verweigert Comic-Verfilmungen (Fox) Fox

Die Fragestunden bei Filmpromotions geben oft Einblick in die Befindlichkeiten der Filmemacher. Beim Werbetermin für "Exodus: Götter und Könige" verriet Altmeister Ridley Scott, warum ihm keine Superhelden vor die Klappe kommen. Sie sind einfach nichts für ihn, obwohl Christian Bale als Moses in "Exodus" auch mal eben übernatürliche Plagen über die Ägypter heraufbeschwört und einen Tsunami im Roten Meer aufsteigen lässt - die Optik muss sich vor dem eines "Avengers"-Durchmarsches nicht verstecken. "Ich hatte eine Menge Gelegenheiten dafür und nahm keine einzige davon wahr", sagte Scott. "Sie sind die härteste Sache, die man schreiben kann. Eine Comicfigur ins Drehbuch zu bekommen ist deshalb so schwierig, weil Comics auf einer Seite funktionieren sollen, in kleinen Rahmen mit minimalistischen Dialogen."

 

Mit Matt Damon auf den Mars

"Vieles ist der Fantasie des Lesers überlassen", führt der Regisseur weiter aus. "Um das in einen Film zu übersetzen, musst du etwas mehr erzählen. Und das verlangt ein gutes Drehbuch und gute Dialoge." Erstaunlich, dass ein Meister wie Ridley Scott ausgerechnet davor zurückschreckt. Derzeit bereitet er die SciFi-Romanverfilmung "The Martian" mit Matt Damon in der Hauptrolle vor. Nach dieser Produktion geht es mit der Fortsetzung von "Prometheus - Dunkle Zeichen" weiter.



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