Kino

"Resident Evil"-Stuntfrau verlor Arm, diese Produktionen forderten Tote

Stuntmänner leben gefährlich. Beim Dreh zu "Resident Evil" kam es jedoch zu auffällig vielen Zwischenfällen. Eine Stuntfrau verlor einen Arm und sprang dem Tod nur haarscharf von der Schippe. 

Stuntfrau Olivia Jackson verlor bei einem "Resident Evil"-Setunfall ihren Arm
15 Personen Crew- und Castmitglieder der Filmreihe "Resident Evil" mussten bereits ins Krankenhaus. Am schlimmsten traf es Stuntfrau Olivia Jackson. Bild: Instagram.com/oliviathebandit/

Ob Dwayne „Thre Rock“ Johnson, Brad Pitt oder Christian Bale - sie alle haben einen Stellvertreter für den Dreh besonders actionreicher und gefährlicher Szenen. Und das nicht ohne Grund. Denn sogar die erfahrensten Stuntmänner und -Frauen ziehen sich manchmal heftige Verletzungen zu. So mancher ließ für riskantesten Szenen sogar schon sein Leben.

 

Stuntfrau Olivia Jackson verlor bei einem tragischen "Resident Evil"-Set-Unfall ihren Arm

Für eine besonders hohe Rate an Verletzungen von Stuntleuten steht die Filmreihe „Resident Evil“. Dabei sollen insgesamt 15 Personen in Stunt-Szenen verletzt und ins Krankenhaus eingewiesen worden sein. Das berichtet „The Hollywood Reporter“.

Bei einem besonders schockierenden Zwischenfall verlor Stuntfrau Olivia Jackson (die als Stunt-Double für Milla Jovovich arbeitete) bei einem Motorrad-Stunt ihren Arm. Der Unfall ereignete sich 2015 beim Dreh in Südafrika. Jackson, die zu diesem Zeitpunkt zu den gefragtesten Stuntfrauen ihrer Branche gehörte und beispielsweise auch für Charlize Theron Actionszenen drehte, raste dabei in einen Kamerakran, der nicht rechtzeitig hochgezogen wurde. 

Wie Jackson berichtet, hatte sie eigentlich eine Kampfszene drehen sollen, doch aufgrund einer Änderung in letzter Minute setzte man sie stattdessen für "eine gefährliche und technisch komplexe Motorradszene bei widrigen Wetterbedingungen" ein. Die Kamera, die an einem Kran befestigt war, der auf Jackson zufahren sollte, hob sich nicht rechtzeitig, was zu dem schrecklichen Unfall führte, heißt es in der Klageschrift gegen Impact Pictures. Jackson gibt zudem an, man habe den Ablaufplan kurzfristig ohne ihr Wissen verändert und sich entschieden, den Kamerakran erst eine Sekunde später anzuheben als ursprünglich geplant. 

Olivia Jackson trug schwerwiegende Verletzungen davon und musste notoperiert werden, wobei man ihr den Arm amputierte und sie anschließend in ein Koma versetzte.  

Mühsam kämpfte sich Jackson danach ins Leben zurück und zeigt sich auf ihrem Instagram-Account mittlerweile wieder lebensfroh. Die "Resident Evil"-Produktionsfirma verklagte sie, da diese nicht für die (vollen) Behandlungs- und OP-Kosten aufkamen. 

 

Diese Stuntdouble verloren ihr Leben

Während die Britin gerade so mit dem Leben davon kam, gab es allerdings zahlreiche andere Produktionen, die wirklich Tote gefordert haben. In „Deadpool 2“ beispielsweise verstarb der Motorradfahrer Joi Harris 2017 bei einem tragischen Set-Unfall. 

Bei den Dreharbeiten (2011) zum testosterongeladenen Film „The Expendables 2“ kam der Stuntman Kun Lieu ums Leben, als es bei einer Szene mit einem brennenden Boot zu einer Explosion kam. Ein weiterer bekannter Fall ist der Tod der Piloten Carlos Berl und Alan Purwin, die beim Dreh von „Barry Seal: Only in America“ mit Tom Cruise verunglückten.

Doch nicht nur aufwendige Filmproduktionen, auch Seriendrehs forderten schon Opfer. John Bernecker verstarb beispielsweise beim Dreh der achten Staffel von "The Walking Dead" als er von einem Balkon fiel.

In allen Fällen wurden die Produktionsfirmen von den Angehörigen der Verunglückten verklagt.

 
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