Kino

Regisseur Aronofsky und Produzenten streiten um "Noah"

Darren Aronosky streitet sich mit seiner Produktionsfirms Paramount um die Final-Cut-Version seines neuen Films.
Darren Aronosky streitet sich mit seiner Produktionsfirms Paramount um die Final-Cut-Version seines neuen Films.

Der Film "Noah" ist bereits abgedreht, doch in Hollywood geraten Regisseur Darren Aronofsky und die Produktionsfirma Paramount derzeit heftig aneinander. Grund dafür sind die Reaktionen eines Test-Publikums.

130 Millionen Dollar ließ sich Paramount Pictures sein neustes Großprojekt "Noah" kosten. Wer so viel Geld für einen Film investiert, glaubt an seinen Erfolg. Doch einer Meldung des Hollywood Reporters zufolge, kommen dem Produktionsriesen nach einigen Testvorstellungen ernste Zweifel.
 
Mit seinem Film "Black Swan" gelang dem Regisseur Darren Aronofsky 2010 ein Megaerfolg. Der Thriller spielte damals rund 329 Millionen Dollar ein und wurde mehrmals für den Oscar nominiert.
 
Ähnliche Einspielergebnisse erhofft man sich von Aronofskys verfilmter Bibelgeschichte über Noah und die Sintflut. Um erste Reaktionen auf den Film einzufangen, beschloss Paramount "Noah" verschiedenen Testgruppen vorzuführen. Dafür wählten die Produzenten New York mit einem jüdischen Publikum, Arizona, repräsentativ für christliche Zuschauer und Orange County in Kalifornien für die breite Allgemeinheit.
 
Das Feedback aller Testgruppen war jedoch derart negativ, dass Paramount Aronofsky für den Final Cut noch mit jeder Menge Änderungswünsche konfrontierte. Wie zu erwarten zeigte sich der unkommerzielle Regisseur nicht sonderlich beeindruckt davon und ignorierte die Vorschläge seiner Produzenten. "Darren ist nicht für Studiofilme gemacht. Er ist sehr herablassend und schert sich nicht um die Meinung (von Paramount)", erzählt ein Insider gegenüber dem Hollywood Reporter.
 
So oder so wird Aronofskys "Noah"-Version aller Voraussicht nach für Aufsehen sorgen. Der Regisseur soll die Bibelgeschichte keineswegs kommentar- und kritiklos übernommen haben. Mit millionenteuren Specialeffects driftet die Geschichte immer wieder in die Fantasy-Sparte ab und im Mittelpunkt stehe statt der Religion die Natur, so berichtet ein Kenner des Drehbuchs.
 
Bleibt zu hoffen, dass sich Regisseur und Produzenten letztendlich doch einigen können. Am 3. April 2014 soll der Film mit Russell Crowe, Anthony Hopkins und Emma Watson in die deutschen Kinos kommen.
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